Ferienspaß-Kinder absolvieren Fahrradparcours

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Eine schmale, kurvige Fahrspur musste an dieser Station durchfahren werden, ohne die am Rande aufgestellt Holzklötze umzuwerfen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Die reinste Kinderüberraschung bot am Donnerstagnachmittag der Fahrradparcours, den Jugendzentrum in der Lennehalle anbot: Spiel, Spaß und Spannung waren garantiert. Darüberhinaus hatte das Ganze sogar auch noch einen Nutzen.

„Wir standen ja vor der Aufgabe, mit dem gleichen Budget wie im Vorjahr zwei Ferienspaß-Wochen zu füllen“, erklärte JZ-Leiterin Renate Richwien, wie die Entscheidung für das Fahrradturnier gefallen war.

Den Parcours konnte das JZ beim ADAC kostenlos ausleihen. „Für die Kinder ist der Parcours reizvoll – und ein bisschen Sicherheitstraining kann ja schließlich auch nicht schaden“, sagte Richwien.

Um die Sicherheit im Straßenverkehr ging es nämlich hauptsächlich bei den acht Stationen, die die Kinder in dem Rundkurs absolvieren mussten.

Die zu erfüllenden Aufgaben orientierten sich an Gefahren und unfallträchtigen Situationen, wie sie auf der Straße tagtäglich vorkommen: Das Anfahren vom Fahrbahnrand, das Befahren von unterschiedlich großen Kurven und Engstellen, der Spurwechsel oder das Umfahren von Hindernissen.

Das Durchfahren des Parcours war also nicht nur reines Vergnügen, sondern erforderte von den jungen Radfahrern schon Konzentration und Geschick. Ansonsten purzelten ganz schnell die senkrecht aufgestellten Holzklötze zur Seite, aus denen die Parcoursbauer eine Fahrspur in Form einer Acht aufgebaut hatten.

Schwierigkeiten bereitete vielen Kindern auch das Befahren des Schrägbrettes, mit dem eine seitlich abfallende Fahrspur simuliert wurde. Und den Kreisel, bei dem es galt, das Fahrrad mit nur einer Hand zu lenken und trotzdem bremsbereit zu sein, schafften fast nur die Älteren unter den Teilnehmern.

Doch auch bei denen zeigte sich, dass einige die Anforderungen der Prüfungen unterschätzt hatten. So mancher Flüchtigkeitsfehler schlich sich obendrein ein – beispielsweise, wenn vor dem Spurwechsel wieder einmal der absichernde Blick nach hinten vergessen wurde.

JZ-Mitarbeiter Joachim Struwe beobachtete mit Argusaugen, wie die Mädchen und Jungen sich im Parcours schlugen. Er notierte jeden Fehler und auch Unsicherheiten, beispielsweise, wenn ein Fahrer zwischendurch durch Aufsetzen eines Fußes auf den Boden das Gleichgewicht wieder erlangen musste.

Und Struwe erkannte auch mit sicherem Blick, welche Kinder mit ihrem Fahrrad überfordert waren. Der eine oder andere Drahtesel war einfach zu groß für seinen Besitzer. „Und manche Eltern kaufen ihren Kindern die tollsten Fahrräder. Die können damit aber nicht sicher fahren, weil ihnen einfach die Übung fehlt“, machte Struwe darauf aufmerksam, dass ein schicker und möglicherweise auch teurer Drahtesel auf keinen Fall die Vorbereitung auf die Gefahren des Straßenverkehrs ersetzt.

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