Brennendes Kinderzimmer beim Feuerwehrfest

Voller Einsatz bei Party, Präsentation und Schauübung

+
Schauübung beim Feuerwehr-Familientag: Die Brandbekämpfer gingen gegen ein Feuer in einem nachgebauten Kinderzimmer vor.

Nachrodt-Wiblingwerde - Der Einsatz hatte sich offensichtlich gelohnt, und das im doppelten Wortsinn. Jens Klatt, Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Nachrodt, bot gemeinsam mit seinem Team am vergangenen Wochenende ein echtes Spektakel. Die Blauröcke hatten wieder zum Familientag am Feuerwehrgerätehaus Holensiepen eingeladen.

Diesmal war gleich mehrfach Action angesagt, denn die Wehr ließ es so richtig krachen. Bei der Schauübung musste nicht irgendein kleines Feuer gelöscht werden, diesmal war es gleich ein komplett eingerichtetes Kinderzimmer, das den Flammen zum Opfer fiel. Alles natürlich im Dienste der Sicherheit, denn die Feuerwehr wollte damit auf Gefahren und Vorbeugungsmaßnahmen hinweisen. Dank eines Rauchmelders konnte die Gefahr für Leib und Leben des fiktiven Opfers abgewendet werden. Es konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Zimmer jedoch lag innerhalb weniger Minuten in Schutt und Asche. Die zahlreichen Zuschauer zeigten sich beeindruckt von dieser Vorführung. Die Handgriffe saßen, es wurde perfekt Hand in Hand gearbeitet.

Etwas später dann wurde den Zuschauern, deren Zahl in der Zwischenzeit weiter stieg, die technische Hilfe bei einem Verkehrsunfall vorgeführt. Ein Fahrer war in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste mit Hydraulikscheren befreit werden. Die Wehr zerlegte das Auto innerhalb kürzester Zeit in seine Bestandteile und konnte so den Insassen retten.

Feuerwehrfest in Nachrodt

Für besonders Wagemutige boten die ehrenamtlichen Brandbekämpfer auch eine luftige Fahrt auf der Drehleiter an. Dabei ging es hinauf in schwindelerregende Höhen. Und dort zeigten auch in erster Linie die Kinder Mut und winkten ihren Eltern von ganz hoch oben aus zu.

Natürlich sorgte die Wehr auch wieder für beste Versorgung. Das galt sowohl für die zahlreichen Grillspezialitäten, als auch für das umfangreiche Kuchenbüfett und die umfassende Getränkekarte. Kein Wunder also, dass Löschzugführer Klatt von einer sehr gelungenen Veranstaltung sprach. Doch das bezog sich auch auf den Vorabend. Denn bereits am Samstag hatten die Blauröcke das Gerätehaus im Holensiepen gerockt. Den Auftakt des Abends bildete der Auftritt der Cheerleader des Eishockey-Bundesligisten Iserlohn Roosters, der „N’Ice RooStars“. Während die Halle leicht verdunkelt war, huschten bunte Lichteffekte über Boden und Wand. Nebel stieg auf. Und dann betraten die Cheerleader den Hallenboden und die „Post ging ab“. Was die Zuschauer zu sehen bekamen, übertraf wohl alle Erwartungen. Zu einer Mischung aus Rock und Pop begeisterten die Cheerleader ihr Auditorium. Der exakte Bewegungsablauf und die vorgetragenen Stunts waren sehenswert. Das Cheerleading ist jedoch eine Art Tanz, die in zwei oder drei Vorträgen die gesamte Energie der Formation verbraucht. Denn die Hauptaufgabe der Cheerleader ist es, das Publikum vor einem Wettkampf „anzuheizen“. Deshalb gab es daher am Samstagabend auch nur drei Vorführungen der „N’Ice RooStars“ zu bewundern. Danach ging bei den Tänzerinnen nichts mehr.

Zum Feiern allerdings reichte es noch. Gemeinsam mit den Nachrodtern und ihren Gästen wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. „Na, also“, freute sich Klatt daher nach dem Ende der Gesamtveranstaltung am Sonntagabend. „Das war ein Einsatz, wie ihn der Löschzug am liebsten immer absolvieren würde. Es war sehr viel Arbeit für uns, aber ein super Erfolg“.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare