Kindergarten-Kinder nehmen an großer Pflanzaktion teil

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Spannend fanden die Wiblingwerder Kinder die Pflanzaktion: „Und am Ende musst du die Wurzeln zudecken, so wie die Mama, die euch abends ins Bett bringt.“

Nachrodt-Wiblingwerde - „Und am Ende musst du die Wurzeln zudecken, so wie die Mama, die euch abends ins Bett bringt.“ Spielerisch lernten die Kinder des evangelischen Kindergartens Wiblingwerde von Andre Germann und Peter Zillinger, wie sie ein Gemüsebeet anlegen, was es mit einem arktischen Salat auf sich hat und warum „Regenwurm-Aa“ etwas ganz Tolles ist.

Bereits zum dritten Mal nahm die Einrichtung am Projekt der Edeka-Stiftung „Gemüsebeete für Kids“ teil. Mit Eifer waren die Kinder bei der Sache. Ein Gemüsebeet kann nämlich ziemlich spannend sein. Schon allein, was es alles darin zu entdecken gibt, war ziemlich aufregend.

„Seht ihr, das ist nicht nur Erde. Hier ist auch Holz drin“, erklärte Germann. Und was passiert, wenn das Holz fault, ist nicht etwa ekelig, sondern gut für den Boden. Denn das Holz wird dann zu Dünger. „Gut ist es auch, wenn Regenwürmer das fressen. In ihrem Aa ist dann der Dünger“, so der Experte.

Aber natürlich düngten die Kinder das kleine Beet auch noch kräftig selbst. Die kleinen Körner mussten mit den Händen erst einmal untergegraben werden. Denn oben auf dem Beet bringen sie nichts. Doch die Kinder wollten pflanzen.

Als es so weit war, staunten die Kleinen nicht schlecht. „Dieser Salat hat einen Namen, der klingt fast wie Eisbär“, verriet Germann. Klar, es war ein Eisbergsalat. Dass der nicht am Nord- oder Südpol wächst, sondern in unserem Garten und dass daraus gar kein Berg wird und er auch keine Eiszapfen hat, fanden die Kinder ziemlich lustig. „Wenn der groß wird, schneidet man ihn einfach unten ab. Ganz anders bei dieser Pflanze“, verriet Germann und zeigte einen kleinen Lollo Rosso.

Diesen Salat schneidet man nicht als Kopf ab, sondern pflückt die einzelnen Blätter. Die Überzeugung der Edeka-Stiftung: Wenn bereits Vorschulkinder ihr eigenes Gemüse säen, pflegen, ernten und gemeinsam essen, verändert das ihre Einstellung zu Lebensmitteln und verbessert ihre Ernährungsgewohnheiten nachhaltig.

Im Vordergrund steht das Erleben von Natur mit allen Sinnen. 2016 nehmen bereits rund 1600 Kindergärten und Kindertagesstätten mit etwa 160000 Kindern in mehr als 1000 Städten und Gemeinden am Projekt teil. „Das Projekt ist toll. Wir sind wirklich sehr froh, dass wir mit dem Nachrodter Edeka-Markt einen Partner gefunden haben“, sagte Erzieherin Susanne Zeuner.

Das Beet wird das ganze Jahr über in die Kindergartenarbeit einbezogen. „Wir gucken natürlich, wie die Pflanzen wachsen, das keine Schnecken unseren Salat essen und ernten das Gemüse auch gemeinsam“, so Zeuner.

In dem kleinen Beet werden nun neben Salat auch Möhren und Kohlrabi wachsen. Klar, dass die Kinder die kleinen Pflanzen auch täglich kräftig gießen werden – das versprachen sie zumindest ihrer Patin Charleen May vom Edeka-Markt Kantimm.

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