Erstes Seifenkistenrennen und erstes Bobbycar-Rennen am 27. Mai

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Mindestens 16 Jahre alt sollen die Piloten sein, die beim ersten Seifenkistenrennen in Rennerde mit ihren „Kisten“ an den Start gehen.

Nachrodt-Wiblingwerde -  Tollkühne Fahrer und Fahrerinnen in rasanten Kisten „brettern“ durch Rennerde. So soll es sein. So wird es sein.

Und natürlich hoffen Gisela Gundermann und Norbert Grebe zum einen auf einen riesigen Besucherandrang, zum anderen auf viele Aktive, die beim ersten Seifenkistenrennen mit dabei sein werden. Zahlen, Daten und Fakten gibt es auch schon: Das erste Seifenkistenrennen in Rennerde steigt am Samstag, 27. Mai, ab 11 Uhr. Die Strecke ist 100 Meter lang. „Alle Genehmigungen liegen schon vor“, strahlt Gisela Gundermann. Und: Anmelden kann man sich ab sofort. Neun Pokale möchten die Veranstalter gern vergeben: drei für die Seifenkisten-Piloten, die die 100-Meter-Strecke am schnellsten fahren, drei für die schönsten Seifenkisten und drei Pokale für die Teamwertung. 

"Das ist wirklich nicht schwierig"

Mitmachen kann aber auch jeder ganz für sich allein. Ein Team besteht aus mindestens zwei Leuten. Wer jetzt schon ein kleines bisschen Lust bekommt, in eine Seifenkiste zu steigen und sich von den Zuschauern bejubeln zu lassen, dem sei gesagt: Norbert Grebe schickt jedem Teilnehmer eine Vorlage zum Bau der Renn-Mobile. „Das ist wirklich nicht schwierig“, verspricht der Organisator. Benötigt werden eine Bodenplatte (1200 x 400 x 20) , zwei Achsen (eine davon lenkbar), vier Reifen, eine Bremse und ein Seil oder Lenkrad. „Auch einen Bauplan kann man bei uns bekommen“, hofft Norbert Grebe auf viele Rennfahrer, für die es ein Leichtes oder Aufregendes ist, eine Seifenkiste zu bauen. 

Die Karosserie ist übrigens komplett frei gestellt und kann so gebaut werden, wie es sich jeder vorstellt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – schließlich wird auch die schönste Seifenkiste gekürt. Es soll ein Fun-Seifenkistenrennen werden – mit viel Spaß für alle Beteiligten. Die Fahrer und Fahrerinnen sollten mindestens 16 Jahre alt sein. Natürlich wird die Strecke mit Strohballen abgesichert und ebenso natürlich gibt es Zeitnehmer und Schiedsrichter. Seifenkistenrennen sind heute allerorts angesagt. 

Anfänge vor 100 Jahren

Vor mehr als 100 Jahren gab es die Anfänge. 1902 fand in der Nähe von Paris ein Seifenkistenrennen statt, zwei Jahre später das erste in Deutschland. Unter der Bezeichnung Kinderautomobilrennen bauten Kinder aus Holz und Kinderwagenrädern fahrende Kisten zusammen, um die Berge im Taunus herunterzufahren. Aus dem Jugendsport von früher ist eine Sportart für alle Altersgruppen geworden. Es gibt Deutsche Meisterschaften und in Nordrhein-Westfalen einen Seifenkistenverband. Gleich „nebenan“ in Iserlohn veranstalten der Kirchbauverein und der TV Lössel nun bereits im 23. Jahr ohne Unterbrechung immer am 1. Mai ein Seifenkistenrennen. Nun geht es nach Rennerde. Im Dorf haben Gisela Gundermann und Norbert Grebe eine Strecke – natürlich bergab – gefunden, die sich „für das erste Seifenkistenrennen hervorragend eignet.“ 

Das Besondere in Rennerde: Am Nachmittag des 27. Mai steigt auch das erste Dorf-Bobbycar-Rennen. „Jedes Kind, das mitmacht, bekommt eine Urkunde“, verspricht Gisela Gundermann. Drei Kindergärten haben schon ihr Interesse bekundet. Die Bobbycars müssen mitgebracht werden. Die Strecke, die es zu bewältigen gilt, wird aber erheblich kürzer als bei den Seifenkisten-Rennfahrern. Gisela Gundermann und Norbert Grebe laden übrigens gemeinsam mit dem MSC Altena zu dem rollenden Event im Mai ein. Der Motorsportclub bringt auch ein Kart mit. Dieses allerdings nur „zum Gucken“. Zudem müssen weder Zuschauer noch Teilnehmer „verhungern“. 

Anmeldungen zum Seifenkisten- und zum Bobbycarrennen werden sofort entgegen genommen – und zwar unter 01731743875, per Mail an Cafe-Klunterbunt@gmx.de oder auch auf der Facebook-Seite des Cafés.

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