Große Namen des Rock zu Gast

Die Auftaktveranstaltung ist gelungen. ,Wer euch kennt, der weiß, dass Ihr für die verrücktesten Ideen zu haben sind”, merkte Birgit Tupat lachend an.

Nachrodt-Wiblingwerde - Zu den ersten Gästen beim Rennerde Open Air gesellen sich Rockmusik-Fans mit Wacken-T-Shirts. Das größte Heavy-Metal-Festival Europas fing vor einem guten Vierteljahrhundert genau so an, wie die Veranstaltung von Gisela Gundermann und Norbert Grebe. Bürgermeisterin Birgit Tupat könnte sich gut vorstellen, dass 2016 die ersten T-Shirts mit Rennerde-Aufdruck im Umlauf sind. Der Auftakt ist gelungen.

Coole Rockmusik umgeben von Weiden und Kuhställen kommt einfach gut an. Richtig vorstellen konnte sich das kaum einer der Dorfbewohner, als die Gastgeber mit den Planungen das Konzert auf der schmalen Straßen durch den Ort begannen. ,,Wer Euch aber kennt, der weiß, dass Ihr für die verrücktesten Ideen zu haben sind”, merkte Birgit Tupat lachend an. Sie hatte als eine der direkten Nachbarinnen gut verfolgen können, wie Norbert Grebe für das Event anbaute, damit die Band ,,Farbecht” und Gitarrist Frank Neuhaus eine anständige Bühne zur Verfügung hatten.

Schon während des Soundchecks trafen die ersten Gäste ein und die ,,Farbechten” legten zu diesem Zeitpunkt noch sanfte Melodien zum Eingang übers Dorf.

Zu späterer Stunde, der Platz hatte sich zusehends gefüllt, änderte sich das. Rasanter und stimmungsvoller Rock von Westernhagen, Grönemeyer, Lenny Krawitz, Deep Purple und Bob Seeger ertönte durch die Lautsprecher, immer mehr Gäste stimmten ein und tanzten mit. Leadsänger Martin Grünert gab alles, um das vielseitige und stimmungsvolle Repertoire in Szene zu setzen. Auch die Gitarristen Wolfgang Frederichs und Dieter Woiczik, Frank Beutin am Bass und Peter Gerbig am Schlagzeug fanden Spaß an ihrem Publikum und umgekehrt auch. Weil das Konzertende erst am späten Abend angesetzt worden war, gönnten sich die Musiker zwischen den Sets eine Pause, die der Altenaer Frank Neuhaus solo an der Akustikgitarre mit feinen Melodien und Gesang ausfüllte. Als Überraschungs-Gag hatte sich das Gastgeberduo Gundermann/Grebe auch einen kleinen Auftritt ausgedacht und betrat die Bühne, um Daniel Gerards ,,Butterfly“ und Drafi Deutschers ,,Marmor, Stein und Eisen bricht“ anzustimmen.

Norbert Grebes Hut über der wallenden Lockenpracht ging im Laufe des Abends auch durchs Publikum. Idee des Konzerts war, die örtlichen Kindergärten in Wiblingwerde zu unterstützen. Damit das nicht nur durch den Verkauf von Getränken, Frikadellen und Bratwürstchen gelingen musste, wurde um kleine Spenden gebeten.

Vorab hatten Sponsoren dafür gesorgt, dass die Musiker gebucht werden konnten und der Eintritt zum Konzert selbst frei war. Auch auf tatkräftige Hilfe hatte das Team vom Café Klunterbunt setzen können: Die Dorfjugend half beim Parkplatzeinweisen am Ortseingang, das DRK schickte eine Sanitätswache, Freunde des Hauses packten beim Wertmarkenverkauf und an den Verpflegungsständen an. So ähnlich mag es sich vor über 25 Jahren mal in Wacken zugetragen haben. Wer weiß, was noch aus Rennerde wird…

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