Traumhochzeiten ab 2017 auch an den Lenneterrassen

Am Ufer der Lenne können sich Brautpaare ab 2017 das Ja-Wort

Nachrodt-Wiblingwerde - „Ja, ich will.“ Wenn das nur so einfach wäre. Heiraten ist so spannend wie nie, kann barfuß am Strand stattfinden, im Heißluftballon, mit eisigen Füßen im Iglo, nostalgisch in einem Rosinenbomber aus den 40er Jahren oder im Neoprenanzug unter Wasser. Wer es nicht ganz so spektakulär möchte, kann auch in Nachrodt-Wiblingwerde einen ganz besonderen Tag erleben. Ab nächstes Jahr gibt es gleich vier sehr unterschiedliche Hochzeits-Orte. Und: In der Gemeinde ist die erste ehrenamtliche Standesbeamtin tätig.

„Ab 2017 trauen wir auch an den Lenneterrassen“, freut sich Axel Boshamer, stellvertretender Bürgermeister. Er, Natascha Handschak, Claudia Meulenberg und jetzt auch Erika Renfordt-Atar übernehmen die Zeremonie für die Brautleute. Erika Renfordt-Atar ist die erste ehrenamtliche Standesbeamtin im Märkischen Kreis – aber in der Gemeinde natürlich keine Unbekannte. Sie war als Standesbeamtin tätig und ist nun im Ruhestand. „Und da immer mehr Hochzeiten gern am Wochenende stattfinden, hilft sie uns jetzt ehrenamtlich“, so Axel Boshamer.

 Tatsächlich kann eigentlich (fast) jeder diesen schönen Job der Eheschließungen übernehmen. Ein dreitägiges Seminar beim Bundesverband der Deutschen Standesbeamten in Bad Salzschlirf ist erforderlich, ebenso eine Verwaltungs-Einweisung und natürlich eine gewisse Redebewandtnis. „Wenn man da steht und nicht weiß, was man sagen soll, ist das schlecht“, schmunzelt Natascha Handschak, die sich über die Unterstützung ihrer Vorgängerin freut. Erika Renfordt-Atar traut in erster Linie im Schlosshotel Holzrichter. Dort, im romantischen Ambiente, haben sich in diesem Jahr 31 Paare das Hochzeitsversprechen gegeben.

 Ursprünglich, nostalgisch und rustikal ist es in der Heimatstube, wo es für die Brautleute ein warmes Flair und ein humoriges Beiprogramm gibt. Neun Liebespaare haben sich in der guten Stube von Wiblingwerde in diesem Jahr die ewige Liebe versprochen. Zeitlos und klassisch ist es im Amtshaus. Dort können die Paare die Räume der Bürgermeisterin nutzen – acht haben sich in diesem Jahr dafür entschieden.

 Insgesamt haben mit Stand von heute also 48 Trauungen 2016 in der Doppelgemeinde stattgefunden. Drei Paare heirateten im Ausland und ließen ihre Eheschließung anschließend in der Gemeinde nachbeurkunden.

Und jetzt? Kommt die Lenneterrasse als ganz ungewöhnlicher Trauungsort hinzu. Nun kann man sich zwischen April und Oktober am Ufer der Lenne mit Blick auf Klaras Höhe und natürlich unter freiem Himmel das Ja-Wort geben. „Drei Paare haben schon Interesse bekundet“, glaubt Axel Boshamer an einen großen Erfolg mit der neuen „Location“.

Im November soll es Gespräche geben, was genau angeboten werden kann. In einer ersten Überlegung könnte es eine Art „Holzrichter Light“ am Wasser werden. „Wir wollen Holger Hill mit einbauen“, verrät Axel Boshamer. Die Familie aus Wiblingwerde hat einen knapp zehn Meter langen Caravan-Oldtimer zu einem Gastronomiewagen der Extraklasse umbauen lassen. Brautleute können dann auswählen: Wollen sie nur die Zeremonie, oder eine solche mit Sektempfang, oder den Saal der Rastatt buchen oder eine Kleinigkeit zum Essen aus dem Hill-Airstreamer? „Wir sind gespannt. Die Lage ist auf jeden Fall sehr schön“, sagt Natascha Handschak.

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