Neues Rastatt-Umfeld ist „Prunkstück an der Lenne“

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Zwischen St. Josef und Lenne streckt sich der neugestaltete Platz an der Rastatt

Nachrodt-Wiblingwerde - Von einem „neuen Prunkstück an der Lenne“ sprach Bürgermeisterin Birgit Tupat am Freitagmorgen bei der Eröffnung des neugestalteten Umfeldes der Rastatt. 75 000 Euro hatte die Gemeinde hier im vergangenen Jahr investiert, der Rest der Gesamtkosten in Höhe von 250 000 Euro waren Mittel des Strukturförderprogramms Regionale 2013 gewesen.

Von Volker Griese

Was mit dem Geld alles geschaffen worden ist, beschrieb den Besuchern der offiziellen Einweihung die verantwortliche Landschaftsarchitektin Rebekka Junge (Bochum): Ziel sei es gewesen, den Blick auf die Felsformation Klaras Höhe wieder freizugeben und die Lenne wieder erlebbar und zugänglich zu machen. Von Juli bis November seien dann auf rund 1500 Quadratmetern die Treppenanlage am Lenneufer und der Rastplatz neben der Gaststätte Zur Rastatt gebaut worden.

Herausgekommen sei „ein schöner Platz mit Wohlfühlcharakter“, fand Bürgermeisterin Birgit Tupat. Mit dieser Baumaßnahme zeige sich auch, dass nicht nur große Städte etwas zu bieten haben, sondern dass auch kleine Kommunen ihren Charme haben und ausbauen könnten, sagte Tupat.

Professor Christian Moczalla, der das gesamte Regionale-Projekt LenneSchiene begleitet hatte, stellte die Auswirkungen der Baumaßnahme heraus, indem er den neuen Zustand des Rastatt-Umfeldes mit dem vor rund 100 Jahren verglich: „In den 1920er Jahren war dies ein strahlendes Ensemble. Durch diese Maßnahmen wurde es aus seinem Dornröschenschlaf erweckt“, das durch die Investitionen brach liegendes Kapital aktiviert worden ist.

Die Neugestaltung des Umfeldes der Gaststätte Zur Rastatt soll aber nur ein erster Schritt auf dem Weg zur Steigerung der Attraktivität des Nachrodter Lenneufers gewesen sein. Das betonten am Freitag sowohl Bürgermeisterin Birgit Tupat als auch die Planerin Rebekka Junge. „Viele weitere Schritte werden folgen. Sie sollen jedoch nicht schnell und überhastet erfolgen, sondern mit Planung und Augenmaß“, sagte Tupat. Junge rief den ursprünglichen Plan von einem neuen Park entlang der Lenne in Erinnerung, der jedoch erst durch den Neubau der Lennebrücke – geplant ab 2017 – eine Chance auf Realisierung habe. „Vielleicht stehen wir dann in einigen Jahren noch einmal an dieser Stelle und können einen ganzen Park entlang der Lenne einweihen“, spekulierte sie.

In der Zwischenzeit soll nach dem Umfeld auch die Gaststätte Zur Rastatt selbst optisch aufgewertet werden. Den Auftrag zur Fassadenrenovierung hat die Gemeinde bereits vergeben und auch der Umbau der alten Garage zu einer Außengastronomie ist eine Maßnahme, die die Attraktivität weiter steigern soll.

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