Deutschland trägt eine hohe Verantwortung

Drei Veranstaltungen zum Volkstrauertag in der Doppelgemeinde

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Die Wiblingwerder Feuerwehr beteiligte sich mit Kranzniederlegungen an den Gedenkfeiern auf der Höhe.

Nachrodt-Wiblingwerde - Volkstrauertag, das ist in Zeiten wie diesen mehr als ein Gedenktag, mehr als Brauchtum und mehr als ein Pflichttermin für Politker und Vereinsvertreter. Die aktuelle Bedeutung des Volkstrauertags machten alle Redner auf den drei Gedenkveranstaltungen in der Gemeinde deutlich.

Vor allem in Wiblingwerde und Veserde waren die Veranstaltung relativ gut besucht. Begleitet von Posaunenchor und MGV Wiblingwerde brachte die Feuerwehr den Kranz. „Die jüngsten Ereignisse geben Grund zur Sorge. Fremdenhass und Rassismus sind salonfähig geworden“, mahnte Pastorin Tabea Esch in Veserde und Wiblingwerde. Es sei wichtig, am Volkstrauertag den Opfern der

Wiblingwerde

Weltkriege zu gedenken. 55 Millionen Opfer sei eine abstrakte Zahl. „Aber wenn man daran denkt, dass hinter diesen Opfern Menschen und Angehörige stecken, dann lässt es uns den Atem stocken“, sagte Esch. Auch Hinterbliebene seien Opfer. Oft hätten sie  Aufgaben übernehmen müssen, die gar nicht für sie gedacht waren und ein Leben leben müssen, dass sie freiwillig so nicht gelebt hätten. „Wir dürfen an so einem Tag nicht vergessen, wie viele Menschen jetzt gerade das erleben, an das wir heute erinnern“, so Esch. Das machte auch Pastor Wolfgang Kube in Nachrodt deutlich. Damals sind Menschen nicht nur im Krieg gefallen, sondern auch auf der Flucht gestorben. „Wir wollen nicht, dass

Nachrodt

sich dieser millionenfache Tod wiederholt, weil andere nicht helfen.“ Kube appellierte an die Anwesenden, für die christlichen Werte einzustehen und sie vor allem auch kundzutun. „Wie kann es sein, das ein armes Land wie der Libanon mit fünf Millionen Einwohnern eine Millionen Flüchtlinge aufnimmt und reichere Länder das nicht schaffen?“, fragte Kube. Warum dränge man nicht mehr auf die Einhaltung der Menschenrechte als auf wirtschaftliche Abkommen. „Volkstrauertag ist auch ein Tag an dem wir unsere Moral hinterfragen sollten. Wir sind für unser Denken und Handeln

Feuerwehr

verantwortlich“, mahnte Kube. In Nachrodt war die Resonanz erneut schlecht. Zwar sorgten der MGV Frohsinn, die Feuerwehr und die Schüler der Sekundarschule für einen würdigen Rahmen, doch die Nachrodter zeigten kaum Interesse.

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