Kuriose Funde und gefährliche Klingen

Axel Boshammer erklärte, worauf zu achten ist. Dann ging es auch schon los. Insgesamt wurden rund 30 Säcke Müll von den freiwilligen Helfern in der Doppelgemeinde gesammelt.

Nachrodt-Wiblingwerde - Regen im Tal, Schnee auf dem Berg: Die Bedingungen für die erste Müllsammelaktion in der Gemeinde hätten am Samstag wahrlich besser sein können. Doch rund 30 Nachrodt-Wiblingwerder ließen sich nicht abhalten. Mit Greifern, Müllbeuteln und Gummistiefeln gingen sie ans Werk.

10 Uhr: Am Nachrodter Amtshaus und vor der Wiblingwerder Kirche trafen sich die Freiwilligen. „Wer an der Straße sammelt, muss auf jeden Fall eine Sicherheitsweste tragen“, erklärte Ordnungsamtsleiter Axel Boshammer. Nach einer allgemeinen Einweisung wurden die Helfer in Gruppen eingeteilt und los ging‘s.

Vor allem viele heimische Vereine schickten eine Abordnung – und so wurde das Sammeln gleich zum Gemeinschaftserlebnis. Durch das Neubaugebiet in Wiblingwerde zog beispielsweise eine Gruppe vom Reitverein Haste. „Auffällig war, wie sauber der Spielplatz war. Dort haben wir nicht ein Fitzelchen Müll gefunden“, berichtet Katrin Pühl. Mit dabei waren auch Gruppen des TV Wiblingwerde, der SPD, UWG, des Kultur-Schocks, des Brettkens, des CVJM Nachrodt-Obstfeld, des Bürgerbusvereins und des Heimat- und Verkehrsvereins. „Es ist schon schön zu sehen, wie viele Leute sich einbringen“, freute sich Bürgermeisterin Birgit Tupat, die selbst auch zur Müllsammlerin wurde.

Deutlich mehr Arbeit hatten die Helfer in Nachrodt. „Es gibt eigentlich nichts, was nicht gefunden wurde“, erzählt Boshammer nach der Aktion. Vor allem viel Bauschutt sei gefunden worden. Zudem stapelten sich auf dem Müllhaufen zahlreiche Autoteile. „Wir haben quasi eine komplette Karosserie gefunden“, berichtete ein Helfer. Boshammer fand zudem eine Wasserpumpe.

„Besonders schlimm sah es an der Lennepromenade aus“, berichtet Susanne Jacoby. Das läge aber auch daran, dass durch den Fluss immer wieder Müll angeschwemmt werde. Alles andere als amüsant fanden die Helfer einen Fund am Fußweg in Richtung Sekundarschule. Am Rand des Weges hatte ganz frisch jemand Rasierklingen aufgestellt und zwar so, dass Hunde, die dort entlang laufen, sich verletzen. „So etwas hatten wir noch nie. Das geht wirklich gar nicht. Wir werden das im Auge behalten“, betonte Tupat im Anschluss.

Zur Belohnung gab es für die Helfer noch Deftiges vom Grill. Die Freiwilligen nutzten die Gelegenheit, sich in geselliger Runde über die Funde auszutauschen. - Von Lydia Machelett

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