Büchereileiterin Gaby Beil feiert 25-jähriges Dienstjubiläum

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Blumen gab es für Gaby Beil (Mitte). Zum 25. Dienstjubiläum gratulierten Bürgermeisterin Birgit Tupat (rechts) und Birgit Krüger vom Personalrat der Gemeinde.

Nachrodt-Wiblingwerde -  Es gab Kuchen. Und Blumen natürlich. Bürgermeisterin Birgit Tupat überreichte strahlend einen bunten Strauß an die ebenso strahlende Büchereileiterin.

Auch Birgit Krüger vom Personalrat kam zum 25. Dienstjubiläum zur Hagener Straße 7. „Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken“, hat Hermann Hesse einmal gesagt. Wenn es danach geht, ist die kleine Bücherei ein sehr „reicher“ Ort. 8000 Bücher hat Gaby Beil in ihrer Obhut – 8000 Schmöker, die ihren Platz in drei gemütlichen Räumen haben. Regale über Regale. 

Gleich im Eingangsbereich die Neuheiten – und die heißbegehrten Krimis. Mittendrin: Kinderbücher und kleine Stühle für die kleinen Leser. „Biografien, Zeitschriften und Hörbücher sind besonders beliebt“, erzählt die Büchereileiterin, die bis vor einem Jahr noch Einzelkämpferin zwischen all dem Schriftgut war. Doch dann rettete die interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Altena die Gemeindebücherei nicht nur vor dem drohenden Aus, sondern brachte Gaby Beil auch neue Kollegen und die Umstellung auf EDV inklusive Online-Ausleihe. Dienstags und donnerstags ist Gaby Beil nun in Nachrodt, freitags in der Stadtbücherei Altena. 

500 Nutzer hat Gaby Beil in der Nachrodter Kartei. Der Zuspruch ist gut, auch wenn es nur wenige jugendliche Leser gibt. Das war nie wirklich anders. Nur im Jahr 2000 gab es einen riesigen Ansturm von jungen Menschen in der Bücherei. Damals hatte die Bücherei einen internetfähigen Computer bekommen – „da war es rappelvoll hier“, schmunzelt die Leiterin. „Heute hat ja jeder ein Smartphone.“ Wer zu Gaby Beil kommt, wird immer gut beraten. Sie weiß, was ihre Leser mögen, sie empfiehlt die Lektüre oder freut sich auch, wenn Buchspenden zur Bücherei gebracht werden. Ganz alte Schinken sind dabei aber nicht so gefragt. „Ich würde mir einen etwas größeren Etat für Bücher wünschen. 

Die Leser möchten natürlich gern neue Dinge, aber alle Neuheiten kann ich nicht anschaffen“, sagt Gaby Beil, die auch nach 25 Jahren ihren Beruf noch mit großem Engagement und Herzblut ausübt. Apropos Herzblut. Gaby Beil ist Mitinitiatorin der Krimiwerkstatt, die sich regelmäßig in der Bücherei trifft. Zwölf ganz unterschiedliche Leute schreiben an einem Nachrodter Krimi. Gaby Beil ist diejenigen, die unter anderem die Episoden eines ganz besonderen Anglers schreibt, der unsterblich verliebt ist. Und das schon seit 25 Jahren. Da schließt sich der Kreis doch irgendwie zum Dienstjubiläum

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