Sieben Jugendliche im Krankenhaus

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Blaulicht

Nachrodt-Wiblingwerde - Helle Aufregung im Jugendheim auf dem Ahorn: Sieben Jugendliche mussten am Donnerstagabend (10. November) ins Krankenhaus. Sechs wurden vom Rettungsdienst in die Klinik nach Altena, einer nach Hellersen gebracht, nachdem sie über Erbrechen und/oder Brechdurchfall geklagt hatten.

Ein Schüler wurde von seinem Vater abgeholt. Aufgrund der hohen Anzahl von Betroffenen löste die Kreisleitstelle eine MANV-Lage (Massenanfall von Verletzten) aus. 80 Schüler und Schülerinnen und zehn Betreuer eines Berufskollegs aus Duisburg waren seit Mittwoch auf dem Ahorn.

Ein Schüler war zu Hause geblieben, weil ihn eine Magen-Darm-Grippe erwischt hatte. Sein Freund war wohl der erste Schüler, den es in Wiblingwerde gesundheitlich erwischte, was die Vermutung nahe legt, dass das Problem „eingeschleppt“ worden ist. Es folgten Schlag auf Schlag weitere Kranke. Panik brach augenscheinlich nicht aus.

 „Unten gab es ganz normal Präsentationen, während oben die Schüler vom Rettungsdienst versorgt wurden“, sagt Harald Bürzl, der mit seinem Team im Anschluss das ganze Haus geputzt und desinfiziert hat. Dass es sich um den Norovirus handelt, glaubt Harald Bürzl indes nicht. Die Untersuchungsergebnisse stehen noch aus.

„Allen geht es wohl schon wieder besser, vier können heute schon aus dem Krankenhaus entlassen werden“, so Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises. Zudem würden Rückstellproben vom Essen genommen. Ausgewertet sind diese aber noch nicht.

Vom DRK Altena/Nachrodt-Wiblingwerde waren vier Helfer mit RTW und KTW im Einsatz. Außerdem waren Einsatzkräfte vom DRK Lüdenscheid, von den Johannitern und ein leitender Notarzt aus Hemer im Jugendheim. Die Gruppe ist übrigens gestern abgereist. Planmäßig.

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