Sperrung der L 692 beginnt mit Baumfällarbeiten

Mit Baumfällarbeiten an zwei Wochenenden im Februar beginnt die Baumaßnahme an der L 692.

Nachrodt-Wiblingwerde - Schwer im Magen liegt vielen Menschen die Vollsperrung der L 692 zwischen Westersiepen und dem Salzlager. An den Wochenenden 20./21. und 27./28. Februar stehen Baumfällarbeiten zur Vorbereitung der Baumaßnahme an – im Mai beginnen die eigentlichen Arbeiten, die mindestens vier Monate dauern werden.

„Wir wollen zunächst die Bäume im Bereich der Serpentinen roden“, sagt Olaf Bühren, Sachbearbeiter beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW). Man habe mit Rücksicht auf die Autofahrer gezielt zwei Wochenenden ausgewählt.

Ab Mai geht verkehrstechnisch gesehen dann nichts mehr rauf oder runter. Die Baumaßnahme erstreckt sich auf einer Länge von insgesamt 1,6 Kilometern. Dabei sollen die Kurven der Serpentinen so ausgebaut werden, dass die Busse nicht mehr aufsetzen. Dafür wird die gesamte Fahrbahndecke aufgenommen, erneuert und geringfügig verbreitert. Vor und hinter den Serpentinen wird neuer Asphalt auf den alten gebracht. „Das geht schneller“, sagt Olaf Bühren, der die Sorgen der Pendler, die täglich von Wiblingwerde nach Nachrodt oder von Nachrodt nach Wiblingwerde fahren müssen, nachvollziehen kann. „Aber es geht nicht ohne Vollsperrung“, so der Sachbearbeiter von Straßen.NRW. Da Erdarbeiten nur im Bereich der Serpentinen notwendig sind, würde man aber wertvolle Zeit sparen. Die Ausschreibung für die Arbeiten ist übrigens noch nicht erfolgt.

Wie die Verkehrsführung klappen und ein Chaos vermieden werden kann, soll im März detailliert besprochen werden. Dann auch mit Beteiligung der MVG und des Bürgerbusvereins. Was ist mit den Schülern, die von Wiblingwerde zum Holensiepen müssen?

„Das wird bis ins Kleinste besprochen“, sagt Axel Boshamer, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde. Angedacht ist zunächst, dass es für Lkw eine großflächige Umleitung ab Lüdenscheid-Nord geben soll. Der Pkw-Verkehr kann von „oben nach unten“ über die Brachtenbecke und von „unten nach oben“ über den Kreinberger Weg. Beides in Einbahnstraßenregelung. Insider können auch über den Hallenscheider Weg.

Allerdings sind alle Ausweichstrecken für sehr geübte Autofahrer oder Hartgesottene. Andere bevorzugen vielleicht den riesigen Umweg über Lüdenscheid und die Rahmede. „Es muss auch eine Lösung für die Landwirte geben“, sagt Axel Boshamer. Im Sommer ist Erntezeit. „Vielleicht ist eine Ausnahmegenehmigung möglich“, hofft Axel Boshamer auf Lösungen für alle Beteiligten. „Das ist alles nicht schön, aber es lässt sich nicht ändern“, so der Ordnungsamtsleiter.

Die Gemeinde muss übrigens für die Zeit der Vollsperrung ein zusätzliches Löschfahrzeug anmieten. Wenn in Wiblingwerde Alarm ausgelöst wird, schafft es der Löschzug 1 aus Nachrodt nicht, in acht Minuten im oberen Gemeindegebiet zu sein. So soll ein weiteres „löschwasserführendes Fahrzeug“ in Wiblingwerde für den Fall der Fälle stehen.

Doch zurück zu den Schülern. Neun Hauptschüler und 21 Sekundarschüler kommen aus dem oberen Gemeindegebiet. Auch Hauptschulleiter Rüdiger Grote muss von Veserde zur Arbeitsstelle am Holensiepen. „Ich fahre dann über Letmathe. Das geht relativ gut“, so Grote, der sich vorstellen könnte, dass die Busse früher fahren werden – „oder wir eventuell etwas später anfangen.“

Letzteres wird, so Sekundarschul-Leiterin Anne Rohde, nicht funktionieren, da „wir mit zwei Standorten vernetzt sind.“ Zudem würde sich das Problem nur nach hinten, sprich auf den Schulschluss, verlagern. Der Schulträger sei aufgefordert, eine Lösung mit der MVG zu finden. „Natürlich sind die Bauarbeiten wichtig, aber genauso wichtig ist es, dass der Unterricht pünktlich beginnen kann.“

Die MVG hat zwar für die Sperrung ab Mai noch keine endgültige Lösung, wie die Busse fahren werden, wird aber, wie Pressesprecher Jochen Sulies gestern erklärte, auf den Linien 49 und der Schülerlinie 249 Kleinbusse ab Wiblingwerde einsetzen. „Mit großen Fahrzeugen kommen wir nicht durch die Umleitungsstrecken.“

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