Kelleramt feiert furiosen Kränzebinderauftakt

Der Saal der Rastatt war mit 170 Besuchern gut gefüllt, da kam schnell Stimmung auf. Foto: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde - Endlich, es geht wieder los! Die Vorfreude auf das Altenaer Schützenfest ist groß. Mit dem traditionellen Kränzebinden bereiten sich die Kompanien auf das Fest der Feste vor. Auch die 360 Schützen der Kompanie Kelleramt, darunter etliche Nachrodter, können es kaum noch erwarten. Im Saal der Rastatt starteten sie am Samstagabend in die Fest-Saison.

Tanzen, Feiern, Freunde treffen: Die Kompanie Kelleramt ist nach drei Jahren erstmals wieder vereint. „Das macht den Auftakt zum Kränzebinden so besonders. Jeder weiß, dass es los geht. Alle treffen sich wieder und die Stimmung ist sofort da“, freut sich Kompanieführer Peter Rohe. Dass sich das Kelleramt ausgerechnet in Nachrodt auf das Altenaer Fest vorbereitet, liegt am Zug 5 und an der Tatsache, dass es im gesamten Kelleramt keinen anderen Saal mehr gibt, als den der Gaststätte Zur Rastatt.

Das Kelleramt umfasst insgesamt fünf Züge. Die sich auf die Bereiche Bahnhofstraße, Tiergarten, Knerling, Brachtenbeck und eben Nachrodt erstrecken. Die Nachrodter sind im Zug 5 vereint. Alle zwei Wochen werden sich rund 40 aktive Schützen des Zuges von nun an in der Rastatt zum Kränzebinden treffen. Die anderen Züge kommen in der Grundschule Knerling und bei Pilling zusammen. Am Samstag jedoch blieben Schere, Papier und Grün noch zuhause. Gemeinsam feierte die gesamte Kompanie den Start in die Festsaison.

Um richtig in Stimmung zu kommen, war der Saal der Rastatt in Grün und Weiß dekoriert worden. „Natürlich gehört zu einem echten Schützensaal mehr als nur eine Wimpelkette unter der Decke“, erklärt Rohe. So wurde selbstverständlich auch auf passende Tischdecken und sonstige Dekoration geachtet. „Beim Kelleramt ist es einfach immer gemütlich. Das zeichnet uns aus“, freut sich der Kompanieführer.

Schnell kam Stimmung auf. Die rund 170 Besucher der Auftaktveranstaltung hielt es nicht lange auf ihren Plätzen. Die Tanzfläche füllte sich binnen Minuten. Natürlich durften auch diverse Spiele nicht fehlen. Die Bierstaffel ist beispielsweise fester Bestandteil von Feiern im Kelleramt.

Nach dem Spaß folgt in den nächsten Wochen die Arbeit: Insgesamt 29 Kronen müssen die Schützen aus dem Kelleramt binden, denn jedes Vorstandsmitglied bekommt eine vor die Tür. Hinzu kommen die Kronen, die an noch unbekannten Türen hängen werden. Den Nachrodtern wird in diesem Jahr eine besondere Ehre zuteil, sie dürfen die Königskrone binden. Umso größer ist die Hoffnung, dass die Krone vielleicht auch vor einer Nachrodter Tür hängen wird. Der letzte König aus dem Kelleramt war Thomas Roberg, der 2009 den Adler von der Stange holte. „Dass wir die Königin gestellt haben, ist schon viel länger her. Das war Doris John im Jahr 1994“, berichtete Rohe. Lydia Machelett

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