Im Himmel will’s nicht so recht rund laufen...

Nachrodt-Wiblingwerde - Kirchenmusiker Johannes Köstlin ein musikalisches Krippenspiel für die evangelische Kirchengemeinde Wiblingwerde arrangiert. Diesmal mit einem Chor, der sich aus Mitwirkenden zwischen Kindergarten- und Seniorenalter zusammensetzte.

Im Himmel will’s nicht so recht rund laufen: Die Lichtprobe fürs Weihnachtsfest stellt die Engel nicht zufrieden und als sie auch noch beobachten müssen, dass der Heiland in einem Viehstall zur Welt kommen soll, da können sie nicht mehr an sich halten: Sofort geht eine Beschwerde an den Chef raus. Der nimmt’s gelassen und lässt die Dinge einfach mal geschehen. Keine schlechte Einstellung, wie die Zuschauer des Singspiels „Ein Geschenk des Himmels” am Sonntag fanden.

Zum dritten Mal hatte Kirchenmusiker Johannes Köstlin ein musikalisches Krippenspiel für die evangelische Kirchengemeinde Wiblingwerde arrangiert. Diesmal mit einem Chor, der sich aus Mitwirkenden zwischen Kindergarten- und Seniorenalter zusammensetzte. Und auch diese Kombination war entzückend, als die fetzigen Klänge des Stücks vom Band ertönten und die Sängerinnen und Sänger ihre Stimme für den Herrn erhoben.

Die Geschichte ist weitgehend bekannt, weshalb die Aufführung von „Ein Geschenk des Himmels” mit wenigen Texterläuterungen auskam.

Die Autoren, Kornelia Cramer und Jochen Rieger, werfen in dieser Krippenspiel-Adaption einen Blick auf die Gedanken der Protagonisten am Rand. So auch auf den Pensionswirt, der zutiefst beschämt ist, seinen Gästen nur einen Stall anbieten zu können. Und die Engel, die sich gegenseitig antreiben, damit zum Fest alles gelingt.

„Da ist viel Wahres dran”, fand auch Pfarrerin Dr. Tabea Esch in ihrer ins Stück eingebundenen Andacht. Die Reaktion Gottes, der die Engel zur Ruhe mahnt und nicht ins Geschehen auf der Erde eingreift, lehre aber auch etwas: „Gott schickt seinen Sohn in eine unperfekte Welt. Seine Ankunft ist ein Angebot an die Menschen und kein Zwang. Wir dürfen die Geburt Jesu annehmen und müssen dafür keine perfekte Weihnachtskulisse schaffen.”

Dass es durchaus Spaß machen kann, sich unvorbereitet mitreißen zu lassen, zeigte das Finale von „Ein Geschenk des Himmels”: Johannes Köstlin studierte das Ende spontan mit allen Zuhörern ein, die abschließend mit dem Regenbogenchor, dem Singteam und dem Seniorensingkreis das „Gloria” anstimmten. Entsprechend vielen Mitwirkenden dankte der Chorleiter am Ende und lud dazu ein, am 8. Januar einzusteigen, wenn alle Chöre der Wiblingwerder Gemeinde wieder mit den Proben beginnen.

Kirchenmusiker Johannes Köstlin hat zudem eine Bitte: Video- und Bildmaterial von der Aufführung am Sonntag sollen abschließend zu einer CD zusammengestellt werden. Alle, die dazu etwas beisteuern können, werden gebeten, Material an jkoestlin@cityweb.de zu senden, oder 0171 123 92 14.

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