Baugenossenschaft will 400.000 Euro investieren

Neue Fußböden und frisch tapezierte Wände sind die Markenzeichen von Wohnungen, die die Gemeinnützige Baugenossenschaft vermietet. „Die Ansprüche der Mieter sind gestiegen“, sagt Vorstandsmitglied Jürgen Röll. Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Rund 400.000 Euro will die Gemeinnützige Baugenossenschaft Nachrodt-Wiblingwerde in diesem Jahr in ihre Immobilien investieren. Mit dem Geld sollen weitere Wohnungen renoviert und modernisiert werden.

Von Volker Griese

„Wer heute eine Wohnung vermieten will, muss renovieren“, sagt Jürgen Röll, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft. „In der Regel erneuern wir die Fußböden, tapezieren die Wände und renovieren die Türen. Und grundsätzlich lassen wir immer auch die elektrischen Anlagen überprüfen.“, erklärt Röll und verweist exemplarisch auf eine frisch renovierte Wohnung im Obergeschoss des Mehrfamilienhauses Bachstraße 14. Das fast 60 Jahre alte Gebäude hat die Baugenossenschaft wie auch die beiden baugleichen Mietshäuser nebenan in den vergangenen Jahren von Grund auf modernisiert. Es wurden Balkone angebaut und die Fassaden gedämmt.

380 000 Euro hat die Baugenossenschaft im vergangenen Jahr in ihren Immobilienbestand investiert. Allein in die Renovierung von neu zu vermietenden Wohnungen sind laut Röll 64 000 Euro geflossen, weitere 60 000 Euro im Rahmen des Bäderprogramms in neue Sanitäreinrichtungen. Der größte Teil des Geldes wurde aber für kleinere (125 000 Euro) und größere Maßnahmen (131 000 Euro) in den insgesamt 51 Häusern mit 288 Wohnungen ausgegeben.

Maßnahmen wie in den drei Mehrfamilienhäusern an der Bachstraße kann sich die Baugenossenschaft nicht unbegrenzt leisten. „Das geht nur peu á peu, meistens schaffen wir ein Haus pro Jahr“, verweist Jürgen Röll auf die begrenzten finanziellen Mittel. „Schon jetzt sind unsere jährlichen Investitionen deutlich höher als unsere Einnahmen aus der Instandhaltungspauschale, die Bestandteil unserer Mieten ist“, versichert Röll, dass sich die Baugenossenschaft die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Immobilien etwas kosten lässt. Aber auch Schritt für Schritt kommt die Genossenschaft voran. In diesem Jahr, erklärte Röll, soll noch das Mehrfamilienhaus Friedhofsweg 2 modernisiert werden. Wie die nur einen Steinwurf entfernten Häuser an der Bachstraße soll es Balkone und eine Wärmedämmung an der Fassade erhalten.

Weitere Investitionen verlangt die Energieeinsparverordnung. „In diesem Jahr müssen wir mindestens drei Heizungsanlagen erneuern. Und das wird sich in der Zukunft auch noch fortsetzen“, erwartet Röll, dass die Baugenossenschaft noch viele alte Heizungen wird austauschen müssen.

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