Nach Pfingsten beginnt Bau der neuen Ehrenmalstraße

Für die Verlegung einer neuen Gasleitung ist die Ehrenmalstraße auf einer Länge von etwa 300 Metern in den vergangenen acht Wochen komplett umgegraben worden. Nach Pfingsten soll mit dem Bau der neuen Straße begonnen werden. Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Baumaßnahme an der Ehrenmalstraße geht in der nächsten Woche in ihre nächste Phase. Der erste Teil des Projekts hat länger gedauert als geplant, weil der Untergrund eine Überraschung bereit hielt.

In der ersten Phase des Neubaus dieses Straßenabschnitts hat der Gasleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe die in der Straßen verlaufende Gaspipeline erneuert und von der Hang- an die Bergseite verlagert. Auf den letzten 40 von insgesamt rund 300 Metern ist das Bauunternehmen jedoch auf ungewöhnlich harten Fels gestoßen, der auch einer speziellen Felsfräse Widerstand leistete. „Das letzte Stück der Gasleitung ist dann doch wieder in der alten Leitungstrasse verlegt worden“, erklärte Michael Overmeyer, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, der die gesamte Baumaßnahme abwickelt. Die Arbeiten haben sich dadurch um etwa eine Woche verzögert.

Nach Pfingsten soll nun die zweite Phase des Projektes beginnen. Diese Wiederbefestigung des Hanges wird für das ausführende Bauunternehmen eine besondere Herausforderung bereit halten. „Das Baufeld muss bis zu vier Meter tief ausgekoffert werden, bis wir auf festen Fels stoßen“, erläuterte Overmeyer. Dann werde in der Ehrenmalstraße erstmals in der Region das System „Bewehrte Erde“ angewandt. Overmeyer erläuterte, was es damit auf sich hat: „Auf den Fels wird ein starkes Geotextil, eine Art Kunststoffmatte, aufgelegt, darauf wird dann etwa 50 Zentimeter hoch Boden aufgeschüttet. Anschließend wird das Geotextil wie ein Handtuch umgeschlagen und am Fels befestigt.“ Auf der Hangseite soll dieses „Paket“ anschließend mit Gabionen verkleidet werden. Schließlich erfolgt dann auf dem Niveau der bisherigen Straße der vollflächige Einbau des bituminösen Fahrbahnoberbaus und der Bau eines neuen Gehweges. Für diesen vollkommen neuen Aufbau der gesamten Straßen hat der Landesbetrieb eine Bauzeit von etwa zehn Wochen veranschlagt. „Wir gehen von einer Fertigstellung bis Ende August aus“, sagte Michael Overmeyer.

Den Bau der neuen Ehrenmalstraße wird übrigens dasselbe Bauunternehmen aus Kirchhundem durchführen, das jetzt bereits die Fahrbahndecke der Bundesstraße 236 erneuert. Hier laufen die Arbeiten nach Worten von Michael Overmeyer bis jetzt vollkommen nach Plan. Auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern wird die Asphaltschicht etwa 25 Zentimeter tief abgefräst und erneuert. Der erste Bauabschnitt zwischen dem Ortseingang von Nachrodt und der Einmündung zur Ehrenmalstraße ist bereits fertig, derzeit arbeitet das Unternehmen am fünften Bauabschnitt zwischen den Einsaler Walzwerken und Haus Helbecke. Dieser Abschnitt wurde vorgezogen, um nicht mit den Arbeiten an der Ehrenmalstraße zu kollidieren. Die Bauabschnitte zwei bis vier, die unter anderem die Erneuerung von vier Bushaltestellen beinhalten, sollen bis November folgen. So lange müssen Autofahrer in diesem Bereich der B236 mit Behinderungen rechnen. Der Verkehr wird immer einspurig am jeweiligen Baufeld vorbeigeführt.

Straßen.NRW investiert in beide Straßenbaumaßnahmen rund 1,8 Millionen Euro.

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