Werkstatt-Bereich platzt aus allen Nähten

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Ein Teil des Teams des Autohauses Hoffmann

Nachrodt-Wiblingwerde -  Der Abrissbagger steht bereit, die Arbeiten haben begonnen. Da der Werkstattbereich des Autohauses Hoffmann aus allen Nähten platzt, investiert Inhaber Thomas Hohn am Nachrodter Standort: Zwei neue Hallen entstehen auf dem Grundstück

Die Neubauten kommen unter anderem dorthin, wo einst die Wohnung des früheren Besitzers war. Das Gebäude wird abgerissen.

„Die Hallen sind speziell für Nutzfahrzeuge vorgesehen. VW bringt im Frühjahr einen neuen Crafter auf den Markt, einen großen Transporter. Dafür sind die beiden Hallen ausgelegt“, sagt Thomas Hohn. Generell ist die Werkstatt des Autohauses mit aktuell vier Arbeitsplätzen zu klein geworden. Und: Als offizieller Nutzfahrzeugpartner von VW ist der Blick in die Zukunft erforderlich.

 Nach Abschluss der Arbeiten gibt es sechs Arbeitsplätze. Und: „Wenn Sie zum Beispiel ein Fahrzeug mit Fahrassistenz-System haben und die Frontscheibe gewechselt werden muss, dann muss das ganze System zwingend kalibriert werden. Und dafür bekommen wir einen speziellen Vermessungsstand mit Rundumfahrassistenz-System.“ Die Hallen werden jeweils fünf mal zehn Meter groß. Investitionsvolumen: etwa 250 bis 300000 Euro.

Thomas Hohn übernahm den Betrieb 2005. Damals hatte er fünf Angestellte – heute sind es 14, inklusive eines Auszubildenden. Kein Wunder, dass am Standort expandiert werden muss. Hauptgeschäft ist zudem nicht der Verkauf, sondern die Werkstatt.

Übrigens: Beim Thema Montagsautos, die ständig in die Werkstatt müssen, schmunzelt Thomas Hohn. „Das ist nicht nur bei Autos so. Meine Mutter hat eine Waschmaschine, die ist so alt wie ich. Da war noch nie etwas dran. Und wir haben zu Hause schon die dritte“, lacht der 60-Jährige. So sei es auch bei Autos. Das ist einfach Pech. „Bei einem geht etwas kaputt, was bei anderen zehn Jahre hält.“

Kaputt sind die Autos nicht, die nach dem Abgas-Skandal jetzt umgerüstet werden müssen. „Die Rückrufaktion läuft problemlos“, sagt Thomas Hohn. In Nachrodt wurden bis jetzt etwa 200 Fahrzeuge umgerüstet. Dauer: jeweils eine halbe Stunde. „Und es ist kein einziger Kunde dabei, der die Marke deshalb gewechselt hat“, so der Inhaber des Autohauses Hoffmann.

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