Ein Mann leicht verletzt

Auseinandersetzung im Asylbewerberheim in Nachrodt

[Update, 14.40 Uhr] Nachrodt-Wiblingwerde - In einer Asylbewerberunterkunft der Gemeinde ist es am Dienstagmorgen zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen zwei Bewohnern gekommen. Die Polizei musste einschreiten.

Gegen 10 Uhr habe sich ein französisch sprechender Mann über den Notruf bei der Polizei gemeldet, sich aber nicht verständlich machen können, berichtete Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski. Erst ein hinzu geholter weiterer Mann, der gebrochenes Deutsch gesprochen und das Wort „Messer“ mehrfach wiederholt habe, habe dann einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Mit fünf Streifenwagen aus Altena und Letmathe rückten die Ordnungshüter an der Hagener Straße an; auch drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Gemeinde waren bereits vor Ort. Außerdem waren Rettungswagen und Notarzt alarmiert worden.

Dort stellte sich die Situation dann wesentlich weniger dramatisch dar als zunächst befürchtet. Dazu konnten auch ein französisch sprechender Polizeibeamter und der russisch sprechende Hausmeister der Gemeinde beitragen.

Wie sich herausgestellt habe, seien ein 37-jähriger Georgier und ein 18-jähriger Algerier, die gemeinsam einen Raum in der ersten Etage des Asylbewerberheims bewohnen, aneinandergeraten, berichtete der Polizeisprecher. Der 18-Jährige soll von dem Älteren mehrfach geschlagen und leicht verletzt worden sein. Waffen seien bei dem Streit aber nicht zum Einsatz gekommen, betonte Boronowski.

Polizei und Ordnungsamt reagierten auf die Auseinandersetzung mit verschiedenen Maßnahmen. Die Polizei legte gegen den Georgier eine Anzeige wegen Körperverletzung vor, das Ordnungsamt sorgte dafür, dass die beiden Streithähne ab sofort verschiedene Häuser bewohnen. Der junge Algerier zog in eine andere Unterkunft der Gemeinde um, in der er nach Auskunft von Fachbereichsleiter Axel Boshamer mit Landsleuten zusammenleben kann.

Grundsätzlich sei die Gemeinde schon bei der Unterbringung von Asylbewerbern bemüht, mögliche Konflikte zu vermeiden, erklärte Boshamer. Ganz ausschließen ließen sich diese aber nicht: „Wenn 20 Nationen unter einem Dach zusammenleben, kommen eben manchmal Spannungen auf.“

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