Streit eskaliert/ Algerier nicht zum ersten Mal auffällig

Asylbewerber werfen Einrichtung auf B236

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Teller, Tassen, Stühle und mehr warfen streitende Asylbewerber aus diesem Haus.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Es war schon fast Mitternacht, als der Streit eskalierte: Zwei polizeibekannte Asylbewerber gerieten am Donnerstagabend derart aneinander, dass nicht nur die Polizei, sondern auch ein Rettungswagen und schließlich ein Reinigungsfahrzeug der Stadt Altena zur Hagener Straße 114/116 gerufen werden mussten.

Nicht zum ersten Mal hatten die beiden Algerier erhebliche Probleme miteinander. Obwohl sie von der Gemeinde deshalb schon räumlich getrennt worden waren – einer wohnt an der Hagener Straße 150 – befanden sich die Asylbewerber am Donnerstagabend gemeinsam im Haus Hagener Straße 116. Dabei stand ein Mann unter Drogeneinfluss, der andere unter Alkoholeinfluss.

Wohnungseinrichtung zertrümmert 

Wie und warum es zum Streit kam, ist nicht bekannt. Fakt ist aber wohl, dass der betrunkene Algerier mit einer Mikrowelle warf und seinen unter Drogeneinfluss stehenden Kontrahenten am Kopf verletzte. Zudem randalierten die verfeindeten Männer, zertrümmerten die Wohnungseinrichtung und warfen Teller, Tassen, Stühle und mehr auf die B 236. Dabei ging auch ein Fenster zu Bruch. Die Polizei nahm später den betrunkenen Angreifer in Gewahrsam, der Verletzte wurde in eine Klinik gebracht. Die Straße musste in einer Nacht- und Nebelaktion gereinigt werden. 

„Beide Männer sind nicht zum ersten Mal auffällig“, sagt Ordnungsamtsleiter Axel Boshamer. Die Gemeinde vermutet übrigens, dass sich bei einem Algerier in Wahrheit um einen Marokkaner handelt. Die Männer sind 31 und 36 Jahre alt. Schon vor dem Vorfall liefen gegen beide Personen diverse Ermittlungsverfahren wegen verschiedener Straftaten. 

Auswirkungen auf das laufende Asylverfahren?

Die Kosten für die Gemeinde nach dieser eskalierten Auseinandersetzung stehen noch nicht fest. Die Gemeindeverwaltung wird die Vorfälle bei der Ausländerbehörde melden. Ob es Auswirkungen auf das laufende Asylverfahren hat, steht als Frage im Raum. „Wenn es gravierende Straftaten gibt und davon möglicherweise mehrere, wenn Ermittlungsverfahren laufen und wenn es dann eine Verurteilung gibt, dann sollen und werden auch diese Leute von der Ausländerbehörde dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gemeldet und bevorzugt ausgewiesen“, sagt Hendrik Klein, Pressesprecher des Kreises. 

Übrigens: Auch an den Kosten für Reparatur und Reinigung sollen sich die Kontrahenten beteiligen. Möglicherweise wird ein Teil der Sozialhilfe abgezogen.

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