Brettken-Theater führt „Urmel aus dem Eis“ neu auf

Bunt, mit viel Musik und ganz viel Herz will das Amateurtheater Brettken am Drögen Pütt den Kinderbuchklassiker „Urmel aus dem Eis“ in der Bühnenfassung von Frank Pinkus inszenieren.

Nachrodt-Wiblingwerde - Treue Besucher der Aufführungen des Amateurtheaters Brettken am Drögen Pütt können in diesem Winter einen alten Bekannten wiedertreffen: Das Ensemble hat sich entschlossen, das Kinderstück „Urmel aus dem Eis“ aufzuführen. 1999 stand es schon einmal auf dem Brettken-Spielplan.

Die Entscheidung für das Stück, das auf dem Kinderbuch von Max Kruse basiert, ist sehr schnell gefallen. Eigentlich hatte sich das Ensemble bis zum Beginn der Sommerferien Zeit gegeben, von zehn Stücken ein geeignetes für die Wintersaison auszuwählen. Die Wahl fiel dann aber sehr schnell auf ein Werk, das sich schon bewährt hat. „Nach unserer Komödie ,TV-Nonstop’ wollten wir nicht schon wieder experimentieren“, begründete Regisseur Dr. Michael Podworny die Entscheidung. Stattdessen sollte das Winterstück „richtig etwas für Familien“ sein. Und dieses Potenzial habe „Urmel aus dem Eis“, ist Podworny sicher. „Tierrollen sind zwar immer eine Herausforderung, aber sie kommen einfach gut an“, hat der langjährige Spielleiter erfahren. Podworny kann sich auch noch gut erinnern, dass das Stück seinerzeit dem Publikum gut gefallen hat. Er selbst hat vor 16 Jahren auch schon auf der Bühne gestanden, allerdings nicht in einer Tierrolle, sondern als Professor Habakuk Tibatong, der eine Methode entwickelt hat, Tieren das Sprechen beizubringen. Wegen des Neids und der Angriffe seiner Professorenkollegen muss er seine Heimat verlassen, und sich mit Tim Tintenklecks, einem kleinen Waisenjungen, und dem sprechenden Hausschwein Wutz auf der kleinen Insel Titiwu niederlassen. Es leben auch noch andere Tiere auf der Insel, denen Tibatong das Sprechen beigebracht hat: der Pinguin Ping, der Waran Wawa, der See-Elefant Seele-Fant, der den ganzen Tag traurige Lieder singt, und der Schuhschnabel Schusch. Die liebevoll gezeichneten Tierfiguren mit ihren Sprachfehlern geben dem 1993 in Hamburg uraufgeführten Bühnenstück aus der Feder des Schauspielers und Regisseurs Frank Pinkus einen ganz eigenen Reiz. Musikalisch unterstützt wird Pinkus’ Bearbeitung durch die eingängigen Melodien aus der Feder von Ines Lange und Jan-Henning Preuße.

Michael Podworny kann sich gut vorstellen, noch einmal in die Rolle des Wissenschaftlers zu schlüpfen, der sein Leben lang auf der Suche nach dem Urwelttier Urmel ist und es schließlich auf der tropischen Insel findet. Alle anderen Rollen müssten neu vergeben werden, sagt er: „Ich bin als einziger aus dem damaligen Ensemble übrig geblieben.“ Die wichtigsten Rollen will Podworny aber schon bald vergeben. Noch vor den Sommerferien soll festgelegt werden, wer welche große Rolle spielt. „So kann dann jeder Hausaufgaben mit in die Ferien nehmen“, setzt der Regisseur darauf, dass die Laiendarsteller die Zeit nutzen, sich mit den Figuren, die sie mimen sollen, auseinanderzusetzen. Die eigentlich Probenarbeit soll dann nach den Ferien beginnen. Dann könnten auch noch kleinere Rollen mit wenig oder sogar ohne Text nachbesetzt werden, sagt Podworny. „Wer also Lust hat, bei uns mitzuspielen, kann sich immer noch anschließen“, ermuntert der Regisseur Interessierte zum Mitmachen.

Aufgeführt werden soll „Urmel aus dem Eis“ dann insgesamt fünf Mal im November und Dezember: am 28. und 29. November sowie am 2., 5. und 6. Dezember, jeweils in der Lennehalle. Geeignet ist das Stück für Kinder ab fünf Jahren.

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