Spielfreude: „Urmel aus dem Eis“

+
Ganz offenbar sind sie ein Herz und eine Seele: Die Brettken-Premiere mit „Urmel aus dem Eis“.

Nachrodt - Mit großen Augen beobachteten die Kinder das Treiben in der Lennehalle. Die Mehrzweckhalle hatte sich in den vergangenen Tagen in eine bunte Insel voller Überraschungen verwandelt. Gespannt warteten die kleinen und großen Gäste darauf, dass sich die Halle verdunkelt und das Spiel beginnt. Aber auch hinter den Kulissen war die Aufregung zu spüren.

Eine Premiere ist schließlich immer etwas ganz besonders.

Wenn die Mitglieder des Amateurtheaters „Brettken am Drögen Pütt“ zum Winterstück einladen, kommen hunderte Familien. So auch dieses Mal. „Urmel aus dem Eis“ wollten sich offensichtlich viele nicht entgehen lassen. Mit Recht. Mit jeder Menge Spielfreude und Liebe zum Detail inszenierte das Ensemble die muntere Geschichte von Max Kruse. Urmel wird auf einer Insel geboren, auf der der verrückte Professor Tibatong den Tieren das Sprechen beigebracht hat. Jedes der Tiere hat einen typischen Sprachfehler. So kann Pinguin Ping kein SCH sprechen. Waran Wawa lispelt und der See-Elefant Seele-Fant singt depressive Lieder. Lediglich Hausschwein Wutz kann nahezu fehlerfrei sprechen. Sie übernimmt die Aufgabe der Haushälterin – und die Aufzucht von Urmel, wenn auch nicht ganz freiwillig. Schließlich will das pingelige Hausschwein alles, aber kein kleines Tier, das Dreck macht. Aber Urmel hat, nachdem es aus dem Ei geschlüpft war, kurzerhand beschlossen, dass Wutz die Mama ist.

Die Kinder hatten sichtlich Spaß mit der launigen Inszenierung und so war das lange Stillsitzen plötzlich gar kein Problem. Wobei, ganz geheuer war den Kleinsten das Urmel nicht. So musste sich manch ein Kind doch noch rasch hinter Papa oder Opa verstecken, wenn die Abenteuer des kleinen grünen Tieres zu spannend wurden.

Wie bereits in den vergangenen Jahren setzte das Brettken wieder auf viel Musik. Natürlich saß nicht jeder Ton perfekt, aber das machte absolut gar nichts. Begeistert klatschten und sangen die Kinder mit den Schauspielern, die mit ihrer Leidenschaft und ihrer schier unbändigen Spielfreude auch kleinere Technikfehler überspielten und im Laufe der Vorstellung immer mehr an Sicherheit gewannen. Der tosende Applaus am Ende war der verdiente Lohn für die Schauspieler, die sichtlich erleichtert über die gelungene Premiere waren.

Wer die Abenteuer rund um das Urmel noch sehen möchte, hat dazu das nächste Mal am Mittwoch Gelegenheit. Um 17 Uhr beginnt die nächste Vorstellung. Weiter geht es am Samstag, ebenfalls um 17 Uhr, sowie am Sonntag um 16 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Beginn der Aufführung.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare