Häuslebauer haben noch die freie Auswahl

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In Wiblingwerde hat die Gemeinde ein kleines Neubaugebiet erschlossen. Auf dem ehemaligen Sportplatz können elf Wohnhäuser errichtet werden.

Nachrodt-Wiblingwerde - In Wiblingwerde hat die Gemeinde in den letzten Monaten ein kleines Neubaugebiet erschlossen. Elf Grundstücke können dort auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes ab sofort bebaut werden.

„Wer sich beschauliches Wohnen in einem Luftkurort mit Grundschule und Kindergarten am Ort, nahe an der A45 gelegen, erwärmen kann, für den ist Wiblingwerde die richtige Wahl“, sagt Dirk Röding, der für Planen und Bauen zuständige Fachbereichsleiter im Amtshaus. Er ist überzeugt, dass die Gemeinde Käufer für die Grundstücke finden wird, auf denen Einfamilienhäuser in ein- und zweigeschossiger Bauweise errichtet werden dürfen. Und dass in Wiblingwerde Bedarf an neuen Bauplätzen besteht, daran hat Röding auch keinen Zweifel. „Am Niggenhuser Hof sind nur noch sechs Grundstücke frei und auch die Kolpingstraße war ja sehr schnell bebaut“, gibt er zu bedenken, dass die Ressourcen im Höhendorf allmählich zur Neige gehen. Auch ein Blick ins Nachbardorf Veserde, wo das Neubaugebiet ImKamp innerhalb von fünf Jahren komplett bebaut war, spreche dafür, dass es richtig war, neue Grundstücke zu erschließen, sagt Röding.

Auf dem alten Wiblingwerder Sportplatz stehen nun elf Grundstücke in der Größe zwischen knapp 500 und gut 600 Quadratmetern zur Verfügung. Die Gemeinde verkauft sie zum Quadratmeterpreis von etwa 105 Euro inklusive Kanalanschluss und Vermessungskosten. Vermarktet werden die Bauplätze über einen örtlichen Bauträger, der auch schon bei der Bebauung anderer Neubaugebiete in der Gemeinde (Holensiepen, Erlenweg, Eschenweg) aktiv gewesen ist. „Ein solches Unternehmen versteht mehr von der Materie, außerdem, fehlen uns die personellen Kapazitäten“, begründet Dirk Röding, warum die Gemeinde die Vermarktung aus der Hand gegeben hat. Eine Verpflichtung, den Bauträger auch mit dem Bau des Hauses zu beauftragen, bestehe aber nicht, betont Röding.

Der Fachbereichsleiter tritt außerdem immer wieder aufkommenden Gerüchten entgegen, das Neubaugebiet berge noch Altlasten. „Das ist Quatsch“, sagt Röding. Fakt ist, dass der alte Wiblingwerder Sportplatz dioxinbelastet war, was im Zuge der so genannten Kieselrot-Affäre in den 1990er Jahren entdeckt wurde. „Die Gemeinde hat das alles aber 1996 rückstandslos entfernen lassen, die ganze Fläche wurde damals ausgekoffert“, versichert Röding. Tatsächlich ist das Gebiet inzwischen im Altlastenkataster des Märkischen Kreises als „sanierte Altlastenfläche“ geführt.

Verkauft hat die Gemeinde bislang noch keines der elf Grundstücke auf dem 6800 Quadratmeter großen Areal zwischen Grundschule und Stübchenstück. „Es gibt aber drei Interessenten“, berichtet Röding.

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