Aktion von Grundschülern, Polizei und Ordnungsamt

Grundschüler machen auf unnötige Gefahren aufmerksam

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Sicherheitsaktion vor der Grundschule Nachrodt. Jolina, Lisa und Derya zeigen auf ihren Plakaten deutlich, worum es den Schülern, aber auch der Schulleitung sowie Ordnungsamt und Polizei geht.

Nachrodt-Wiblingwerde - Lisa, Derya und Jolina sind genervt. Ihr Weg zur Schule ist der reinste Slalomlauf. Immer wieder parken Autos auf dem Gehweg vor der Schule, versperren die Sicht und zwingen die Kinder über die Fahrbahn zu laufen. Nicht selten entstehen so gefährliche Situationen.

Vor allem die kleinen Erstklässler sind dann schnell überfordert. Doch damit soll nun Schluss sein. Mit einer großen Aktion von Schülern, Lehrern, Polizei und Ordnungsamt startete am Mittwoch ein etwas anderes Verkehrssicherheitsprojekt.

Mit großen Plakaten säumten die Kinder am Mittwoch die Straße vor der Grundschule. „Parkverbot gilt auch für Eltern“, „Verkehrsregeln sind für alle da!“ oder „Achtung Kinder“ stand dort in großen Buchstaben. Im Unterricht hatten die Kinder über die Problematik gesprochen und gemeinsam die farbenfrohen Plakate erstellt. „Die Eltern sollen verstehen, dass es gefährlich ist, einfach vor der Schule zu halten“, sagte Lisa. Die Aktion war eine Idee der Schule. Die Polizisten Detlef Treck, Reinhard Raffenberg und Mark Wille vom Ordnungsamt waren sofort begeistert und unterstützten die kleine Demonstration gerne.

„Hier kommt es morgens schon oft zu gefährlichen Situationen. Zum einen durch die parkende Autos und zum anderen durch unangemessene Geschwindigkeit“, erklärt der Bezirksbeamte Raffenberg. Zwar werde vor der Schule nicht gerast, doch auch 30 Stundenkilometer seien gerade zu den Stoßzeiten eigentlich schon zu schnell. Denn die Lage sei oft nicht nur für die Kinder unübersichtlich, sondern auch für die Autofahrer. Hinzu komme, dass Kinder manchmal Entscheidungen treffen würden, die für Erwachsene nicht vorhersehbar seien.

Am meisten ärgert Raffenberg, dass es immer wieder Eltern gibt, die ihre Kinder zur Schule bringen, damit sie sicher ankommen, dann aber andere Kinder durch falsches Verhalten gefährden. Eine Mutter würde beispielsweise quer auf den Gehweg fahren, um ihr Kind herauszulassen und anschließend direkt zu wenden. „Der Weg ist dadurch für die Kinder komplett versperrt. Um daran vorbei zu kommen, müssen sie über die Straße – sehr gefährlich“, berichtete Raffenberg.

Trotz der Plakate und der Polizeipräsenz gab es auch an diesem Morgen Eltern, die einfach vor der Schule halten und ihre Kinder rauslassen. Die Ordnungshüter wurden nicht müde, diese Fahrer anzusprechen und auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Auch in den kommenden Wochen soll vor Schulen vermehrt kontrolliert werden. Denn das Verkehrschaos ist kein Problem, dass nur die Nachrodter Grundschule betrifft.

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