Unterstützung zugesagt

+
Unterredung zwischen den beiden Abgeordneten Christel Voßbeck-Kayser und Dr. Peter Liese mit der Geschäftsführung der Walzwerke Einsal um Dr. Bodo Reinke.

Nachrodt-Wiblingwerde - Zu einer Unterredung mit der Geschäftsführung der Walzwerke Einsal sind am Donnerstag die Abgeordneten Christel Voßbeck-Kayser und Dr. Peter Liese zusammengekommen.

Die Bundestagsabgeordnete und der Europarlamentarier, beide CDU, haben mit der Spitze des mittelständischen Unternehmes eine längere Liste von Themen erörtert. Es ging zum Beispiel um Stahlimporte oder den Wettbewerb mit China.

Stahlimporte aus anderen Ländern, die unter anderen Standortbedingungen produziert werden, setzen den europäischen Markt unter Druck und führen nach Ansicht vieler Unternehmer zu einer Wettbewerbsverzerrung. Der Billigimportstahl aus China mit deutlich anderen Produktionsbedingungen (etwa niedrige Lohn-, Sozial-, und Umweltstandards) sei gerade für deutsche Unternehmen eine besondere Herausforderung. „Das produzierende Drahtgewerbe in Südwestfalen und bei uns im Märkischen Kreis ist hiervon stark betroffen“, stellte zum Beispiel Voßbeck-Kayser fest.

Eine Frage war daher, welche Stellschrauben politisch auf der europäischen und der Bundesebene einzusetzen sind, um den wirtschaftlichen Kern Deutschlands, nämlich Industrie und Mittelstand, zu schützen. Dr. Bodo Reinke verwies darauf, dass das 341 Jahre alte Unternehmen, mit 300 Mitarbeitern immerhin größter Arbeitgeber am Ort, durch zahlreiche bürokratische und regulative Auflagen belastet werde. Auch die EEG-Umlage stelle eine herbe Beeinträchtigung dar.

Dies gelte umso mehr, als vor Ort mit hohen Umweltstandards und sehr effizient gearbeitet und produziert werde. Andere Länder lägen da deutlich zurück. „Wenn der Stahl woanders herkommt, wird nirgends etwas besser“, stellte Dr. Reinke fest. Am Beispiel des Baus einer Fischtreppe, der nach einer Standorterweiterung nachträglich vom Unternehmen verlangt werde, kritisierte Reinke, dass Erlasse wie die EU-Wasserrahmenrichtlinie hier nur „vorgeschoben“ würden - „Erfüllung 200 Prozent“, so Dr. Reinke. Peter Liese sagte zu, sich dieser Sache anzunehmen. Er glaube nicht, dass eine solche Auflage „eins zu eins aus europäischem Recht herzuleiten ist.“ 

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare