Feuerwehr übt für einen Großeinsatz

Vor gut zwei Jahren hat die Feuerwehr schon einmal eine 24-Stunden-Übung durchgeführt. Das Ergebnis der damaligen Manöverkritik wird bei der Übung an diesem Wochenende Berücksichtigung finden. Foto: MZV-Archiv

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Freiwillige Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde führt am Samstag, 26. September, eine Übung durch, die 24 Stunden andauern wird. Das Übungsszenario ist ein Großeinsatz.

„Bei größeren Einsätzen, die länger dauern, beispielsweise wie Unwettereinsätze oder Ähnliches, gibt es viel zu koordinieren und zu bedenken“, erklärt Gemeindebrandinspektor Michael Kling. „Die Vielzahl der auflaufenden Einsätze bei Unwettern muss priorisiert, abgearbeitet und dokumentiert werden.“ Hierfür habe die Feuerwehr gemeinsam mit der Verwaltungsspitze einen so genannten „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE).

„Der bearbeitet entsprechende Einsätze in solchen Lagen auch ohne Leitstelle im Hintergrund“, erläuterte Kling. Außerdem müssten Einsatzkräfte verpflegt und für Ruhepausen untergebracht werden. „Dies alles wird am kommenden Wochenende nicht nur auf der Tafel geübt, sondern komplett mit allen Mannschaften“W, kündigte der Feuerwehr-Chef an. Im Feuerwehrstandort am Holensiepen sei der Einsatzstab untergebracht, der die Einsätze rund um die Uhr von der Übungsleitung annehmen und bearbeiten werde. Alle Einheiten der Feuerwehr seien mit rund 50 Einsatzkräften rund um die Uhr auf der Straße unterwegs, um realitätsnah dargestellte Einsatzszenarien abzuarbeiten.

Kling: „Ziel ist es, über einen längeren Zeitraum in Schichten sowohl in der Einsatzleitung – im Stab – unter Hochdruck zu arbeiten, als auch das Einsatzpersonal entsprechend zu planen, die Schichtwechsel zu beüben, und auch die Versorgung der Einheiten inklusive der Ruhephasen im Bereitstellungsraum zu trainieren.“

In der Schule am Holensiepen sind am Samstag sowohl die Ruheräume mit Feldbetten, als auch die Küche für die Einsatzkräfte angesiedelt, in der Turnhalle stehen die Duschen zur Verfügung.

Die Bevölkerung müsse sich nicht wundern, wenn von Samstagmorgen bis Sonntagmorgen zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge und Personal auf den Straßen unterwegs seien“, erklärte Michael Kling. „Es handelt sich hier um Übungen. Sollten allerdings Fahrzeuge mit Martinshorn unterwegs sein, so handelt es sich in diesen Fällen um reale Einsätze, da selbstverständlich alle Einheiten einsatzbereit bleiben.“

Eine ähnliche Übung hat die Feuerwehr schon einmal im Sommer 2013 durchgeführt. Damals wurde ein starkes Unwetter mit all seinen möglichen Folgen simuliert. „Aus dieser Übung wurden viele Punkte mitgenommen, die verbessert werden mussten. Nun, zwei Jahre später, werden diese Punkte bereits mit eingearbeitet“, erklärte der Gemeindebrandinspektor.

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