Zwei Premieren beim Garbecker Patronatsfest

Die Fahnenabordnungen der Garbecker Vereine werden nicht nur am Festhochamt teilnehmen, sondern auch im anschließenden Festzug zur Schützenhalle mitmarschieren. ▪

GARBECK ▪ Die Schützenbruderschaft und die katholische Pfarrgemeinde Garbeck feiern am Donnerstag ihr Patronatsfest. Das Dreikönigsfest beginnt mit einem Festhochamt in der Kirche und wird anschließend mit einer weltlichen Feier in der Schützenhalle fortgesetzt. In beiden Abschnitten erwartet die Besucher eine Premiere.

Das Hochamt in der Dreikönigskirche beginnt um 10 Uhr. Hauptzelebrant wird Pfarrer Andreas Schulte sein, ihn werden mit den Pastoren Jürgen Bischoff, Stefan Siebert, Werner Spancken und Stephan Schröder aber vier Priester unterstützen. Die Festpredigt wird der aus Garbeck stammende Diözesanjugendpfarrer und Rektor des Jugendhauses Hardehausen, Stephan Schröder, halten. Für den 41-Jährigen eine Premiere: Zwar hat er schon oftmals am Patronatsfest in seiner Heimatgemeinde teilgenommen, die Festpredigt war bis jetzt aber immer anderen Priestern vorbehalten. Musikalisch mitgestaltet wird die Messe vom Musikverein Amicitia Garbeck unter der Leitung von Martin Theile.

Die anschließende Patronatsfeier in der Schützenhalle wird dann gemeinsam von mehreren Vereinen ausgerichtet. So werden die Freiwillige Feuerwehr und der MGV Amicitia die Besucher mit kühlen Getränken versorgen, die IG Garbeck, der Frauenchor und die Katholische Frauengemeinschaft werden in der Küche das traditionelle Grünkohlessen und andere Speisen vorbereiten. Für Kaffee und Kuchen wird am Nachmittag die Dorfgemeinschaft Höveringhausen sorgen.

Im Mittelpunkt dieses Teils der Patronatsfeier wird aber die Auszeichnung zweier Personen stehen, die sich um das Dorf Garbeck verdient gemacht haben. Und auch das ist eine Premiere: Zum ersten Mal wird die Auszeichnung tatsächlich doppelt vergeben. „Wir haben zwar auch schon Gruppen ausgezeichnet, aber zwei Personen in einem, Jahr haben die Dorfplakette noch nie erhalten“, erklärte die Schriftführerin des Garbecker Ortsausschusses, Gundhild Busche. Wer die Auszeichnung erhält, bleibt aber bis Donnerstagmittag das wohl am besten gehütete Geheimnis des Dorfes.

Sternsinger

Auch die Heiligen Drei Könige spielen beim Garbecker Patronatsfest natürlich eine Rolle. So werden Caspar, Melchior und Balthasar den Festzug durch das Dorf anführen. Nachmittags werden sie als Sternsinger von Haus zu Haus ziehen. Ausgesandt werden die Sternsinger am Donnerstag in der Andacht, die um 14 Uhr in der Dreikönigskirche beginnt. Ab 14.30 Uhr kann mit ihrem Besuch in Garbeck, Frühlinghausen, Höveringhausen und Leveringhausen gerechnet werden. Sie bringen den Segen für das Neue Jahr und sammeln für Projekte zugunsten hilfsbedürftiger Kinder in aller Welt. Wer gegen Abend den Eindruck hat, dass der Besuch vergessen wurde, kann sich bis 18 Uhr im Jugendheim (Tel. 02375/4132) melden. Dann kann der Besuch noch nachgeholt werden.

Die Schützenbruderschaft Heilige Drei Könige nutzt das Patronatsfest schließlich, um auf ein in diesem Jahr anstehendes Jubiläum hinzuweisen: Die Grundsteinlegung der Schützenhalle jährt sich zum 100. Mal. Ehrenmitglied Franz-Josef Busche, früher Schriftführer der Bruderschaft, hat viele Informationen über die Entstehungsgeschichte, den Bau und den Ausbau der Schützenhalle gesammelt. Dazu gehören wichtige Beschlüsse des früheren Garbecker Gemeinderates und der Schützenbruderschaft ebenso wie Baupläne und Aufzeichnungen über die finanzielle Abwicklung des Baus. Auch die Verträge, die die Gemeinde Garbeck mit der Schützenbruderschaft und dem Turnverein über die ursprünglich als Gemeindehalle für Volksfeste und Turndarbietungen konzipierte Halle geschlossen hat, hat Busche wieder aufgetrieben. Darüber hinaus hat er Dokumente über die Einweihung der Halle – zusammen mit der Eröffnung der Hönnetalbahn am 1. April 1912 – und ein Bezirksturnfest im Mai 1912 aufgetan. Nicht zuletzt beinhaltet der Blick auf die Bau- und Entstehungsgeschichte der Halle Aufzeichnungen über die Elektrifizierung im Jahr 1924, den Anbau der Turnhalle 1959 sowie weitere Anbauten in den 70er, 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

So sah die Garbecker Schützenhalle ursprünglich aus: Speiseraum und Turnhalle sind noch nicht angebaut, und auch der Anbau an die östliche Seite fehlt noch. In einer Ausstellung wird die 100-jährige Geschichte des Gebäudes beim Patronatsfest beleuchtet.

Einen Teil der von Franz-Josef Busche gesammelten Dokumente und Fotos wird die Schützenbruderschaft beim Patronatsfest in einer kleinen Ausstellung auf Stellwänden präsentieren, so dass sich interessierte Besucher einen Überblick über dieses Kapitel der Dorfgeschichte verschaffen können. ▪ vg

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