Zukunft des Balver Verkehrsvereins ungewiss

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Britta Spiekermann sieht für sich „keine Zukunft mehr im Vorstand“.

Balve -  Der Verkehrsverein Balve hat schon seit zwei Jahren keinen Vorsitzenden mehr – seit der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend ist auch die Position des zweiten Vorsitzenden vakant. Weil sich keine Kandidaten zur Wahl stellten, beschlossen die Anwesenden, zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einzuladen, in deren Rahmen dann über die Zukunft des Vereins entschieden werden soll.

Von Julius Kolossa

„Ich sehe keine Zukunft mehr für mich im Vorstand“, erklärte die zweite Vorsitzende Britta Spiekermann. „Für mich ist eine Mitarbeit nicht mehr sinnvoll.“ Sie bemängelte die Einstellung der Verwaltung zum Verkehrsverein; Touristen würden nicht als Wirtschaftsfaktor akzeptiert. Dieser Meinung schlossen sich andere Mitglieder an, die das Verhältnis der Stadt zum Verkehrsverein auch daran messen wollten, dass der Bürgermeister bis vor einigen Jahren noch an den Jahreshauptversammlungen teilnahm. Als Ratsvertreter war Hubert Sauer am Dienstag dabei.

Zwei Mitglieder wurden auf eine Kandidatur für Vorstandsämter angesprochen. Doch beide erklärten, dass sie zunächst über eine solche Entscheidung nachdenken müssten. Sie baten sich Bedenkzeit aus. Im Gespräch mit unserer Zeitung ließen sie offen, ob sie während der nächsten Versammlung, die in etwa sechs Wochen stattfinden soll, als Kandidaten antreten werden.

Die Diskussion, ob der Verkehrsverein Balve mit seiner mehr als 30-jährigen Geschichte und 39 Mitgliedern eine weitere Zukunft hat, wurde kontrovers geführt. So hätte am 27. Januar die Stadtverwaltung erklärt, die Aufgaben des Vereins mit städtischen Bediensteten selbst weiter zu führen. Verwaltungsmitarbeiterin Sabine Storch-Fälsch gestaltet die Internetseite und pflegt das Gästeverzeichnis, Jürgen Meller von der Stadt bearbeitet den Bereich Wandertourismus und erstellt eine entsprechende Broschüre. Birgit Meschede ist bei der Stadt angestellt, um als Ansprechpartnerin für den Verkehrsverein zur Seite zu stehen. Ihr Dienstsitz ist im Bürgerbüro. „Das Rathaus bleibt weiterhin die Anschrift des Verkehrsvereins“, erklärt Birgit Meschede, deren Stelle im Bürgerbüro nach ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben mit Sabine Storch-Fälsch neu besetzt werden soll.

Die Frage nach der Zukunft des Verkehrsvereins Balve in dieser aktuellen Konstellation soll und wird sich in der nächsten Versammlung entscheiden, wenn eventuell die Kandidaten für den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz benannt werden. Weiter vom Vorstand voran getrieben werde aber, so der einstimmige Beschluss, die Anschaffung eines Werbelifters in Langenholthausen, den die Geschäftsführerin mit etwa 9000 Euro veranschlag hat.

Und im kommenden Jahr steht dann eine weitere, wichtige Entscheidung an: Ein neuer Geschäftsführer muss gewählt werden, denn Birgit Meschede betonte, dass sie sich dann, mit Erreichen des Rentenalters, nicht erneut zur Wahl stellen werde.

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