„Wir sind sehr zufrieden mit diesem Projekt“

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Die vierte Junge Kirche stieß bei Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen auf positive Resonanz.

Langenholthausen - Die Junge Kirche ist wieder aus der St. Johannes-Kirche in Langenholthausen ausgezogen. Das Altarbild und das Kreuz sind die einzigen Erinnerungsstücke, die bis zur Erstkommunion am Sonntag erhalten bleiben.

Nachdem Michael Sprenger, Mitglied des Hauptorganisationsteams, mit weiteren Helfern den Rückbau vorgenommen hatte, blickte er jetzt für sein Team auf eine interessante Fastenzeit der inzwischen vierten Jungen Kirche zurück: „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Projekt.“ An Besucherzahlen lässt sich dies mit 2800 festmachen, vor zwei Jahren waren es etwa 200 weniger.

Nach vielen Gesprächen, könne Sprenger sagen, dass es denjenigen, die dabei waren, sehr gut gefallen habe: „Besonders die Jugendmessen waren sehr gut besucht.“ Sogar die von der Jungen Kirche angeschafften 100 Papphocker hätten ihre Bewährungsprobe bestanden. Michael Sprenger schmunzelt: „Alle haben es überlebt.“ Zusammengefaltet sind die Sitzgelegenheiten jetzt eingelagert für neue Einsätze. Herausragend seien neben den Messfeiern mit Gastpriestern und Jugendbands auch der Ökumenische Jugendkreuzweg mit mehr als 200 Teilnehmern, die Abenteuerwanderung zur Feldhofhöhle, der „Lebenstänzer“ sowie der Themenabend Trauer und der YouCat-Abend gewesen. „Diese Veranstaltungen, die in die Tiefe gingen, waren besser besucht als bei der vergangenen Jungen Kirche“, sagte Sprenger. Überwiegend positive Rückmeldungen habe es zum „Lebenstänzer“ gegeben: „Dieser andere Zugang zum Kreuzweg kam sehr gut an.“

Auch, wenn das Gästebuch vernachlässigt worden war, konnte doch aus persönlichen Begegnungen der Schluss gezogen werden, dass die Junge Kirche 2015 von Jugendlichen und Erwachsenen aus Werdohl, Neuenrade und Menden besucht worden war.

Michael Sprenger dankte der Langenholthausener Gemeinde, auch wenn es mit der Jungen Kirche in der Dorfkirche nicht allen Recht gemacht worden sei: „Manche fragen sich, ‘Warum wieder bei uns?’“. Daher sei der Einsatz von vielen Gemeindemitgliedern, dem Gemeindeausschuss und Kirchenvorstand, nicht selbstverständlich.

Jetzt gilt es aber, eine verdiente Pause nach neun Monaten der Vorbereitung und eben der Durchführung in der Fastenzeit einzulegen. Im Kleinen Vorbereitungkreis zogen fünf Leute die Fäden, im Erweiterten Kreis waren es zehn. „Personell sind wir diesmal absolut an unsere Grenzen gestoßen“, betonte Sprenger. „Wir brauchen in zwei Jahren auf jeden Fall mehr Leute im hauptamtlichen Organisationsteam, wenn es denn eine Fortsetzung geben sollte“ – und danach sieht es nach dem großen Zuspruch und den aufmunternden Worten auch aus.

„Wir haben Gott, Kirche und Glauben den Menschen näher gebracht“, freute sich das Junge Kirche-Mitglied. Dankenswerterweise seien von der Kirchengemeinde viele Freiheiten gewährt worden, um auszuprobieren, wie junge und junggebliebene Leute erreicht werden können: „Und das inzwischen zum vierten Mal.“ Für Michael Sprenger sei es ein schöner Nebeneffekt, dass eben nicht nur Jugendliche die Veranstaltungen besuchen, sondern auch Erwachsene.

Mit diesen als erweitere Zielgruppe könnten durchaus neue Ideen mit einfließen – und dies auch in einem Junge-Kirche-freien-Jahr. Vorstellbar sei, Aktionen mitten im Jahr oder im Advent zu gestalten. „Von unserem Team aus bieten wir zwischendurch wieder eine Wanderung und einen YouCat-Abend an“, verriet Sprenger.

Von Julius Kolossa

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