Nur wenige Mitglieder beim Gemeindeausschuss in Mellen

+
Ausschuss-Sprecherin Beate Vedder-Stute und Kirchenvorstand Helmut Schäfer besprachen gemeinsam mit den wenigen anwesenden Mitgliedern und Vikar Tobias Kiene die Angelegenheiten der Gemeinde.

Mellen - Alle Mitglieder der St.-Barbara-Gemeinde aus Mellen waren zur Sitzung des Gemeindeausschusses eingeladen, nur wenige nahmen teil – damit fanden sich am Montag die Verantwortlichen ab.

Gemeindeausschuss-Sprecherin Beate Vedder-Stute, Kirchenvorstand Helmut Schäfer und Vikar Tobias Kiene besprachen daher mit nur vier Gemeindemitgliedern die Angelegenheiten, die die Mellener bewegten. 

Dazu gehörte auch die Diskussion über die Durchführung der Fronleichnamsprozession, die nur noch alle zwei Jahre ist. Helmut Schäfer hat diesen Vorschlag gemacht, denn: „Dieses Jahr nahmen neben den Offiziellen nur 20 Mellener teil.“ 

Dem stehen der gestiegene Aufwand für die inzwischen gestiegene Absicherung wie am Schützenfest und die Kosten für die Musik gegenüber. Auf Dauer könne sich das Dorf dies nicht erlauben, hatte der Immobilienkaufmann ausgerechnet.

"Mellener stehen nicht mehr dahinter"

Beate Vedder-Stute brachte es auf den Punkt: „Die Mellener stehen nicht mehr dahinter.“ Für Vikar Kiene steht zwar fest, dass eine Prozession den Ort aufwerte und segne, aber auch er stellte den Aufwand in Frage, wenn mehr an den Absperrbaken stünden als mitgehen würden. 

Und genau das soll beim Frühschoppen bei der Patronatsfeier an der Barbara-Feier am 4. Dezember (11 Uhr Familienmesse, ab 9.30 Uhr Anbetung) zur Diskussion gestellt werden. 

An Themen wird es an diesem Tag nicht mangeln – so gehe es um die Senioren-Gruppe, die sich nach dem Tod von Diakon Josef Hültenschmidt aufgelöst hat. Sie soll, so war im Dorf immer wieder zu hören, wieder Bestandteil des Dorflebens werden. Allerdings nicht in der Verantwortung der Vereine, war die Meinung im Gemeindeausschuss. 

Die Vereine hätten mehr als genügend Arbeit. Vielmehr soll die Organisation aus den Reihen der jungen Alten kommen. Deren Bewusstsein zu wecken, sich einzubringen, sei eine große Herausforderung. 

Es wird nach vorne und zurück geblickt

Auch über die Werbung für neue Messdiener und Lektoren soll bei der Patronatsfeier geredet werden sowie über die neue Zusammensetzung des Teams, das die Familienmessen mitgestaltet. Erste Blicke werden auf die Sternsingeraktion am 8. Januar geworfen. 

Bei allem, was demnächst passiert – darunter auch der Martinsmarkt – wurde beim Gemeindeausschuss aber auch zurück geblickt. Vom Geistlichen gab es Informationen über das, was sich im Pastoralverbund getan hat. Gemeindereferentin Elke Luig bereite sich darauf vor, Beerdigungen vorzunehmen. 

Dass Laien dieser Dienst ermöglicht werde, sei, so Vikar Kiene, mit der großen Anzahl von Beisetzungen und einem Wandel in der Beerdigungskultur begründet. Familien können sich dann entscheiden, ob sie eine Beerdigung von einem der für Balve zuständigen Geistlichen oder der für diesen Dienst ausgebildeten Elke Luig vornehmen lassen wollen. 

Vorstand wünscht sich mehr Beteiligung

Im kommenden Jahr stehen im Pastoralverbund zwei Termine an: die Sternwallfahrt am Pfingstmontag ab 11 Uhr bei der Firma Jost in Garbeck, die mit Christen der evangelischen Gemeinden aus Neuenrade und Balve anlässlich des Gedenkens an 500 Jahre Reformation stattfindet, und das Silberne Priesterjubiläum von Pfarrer Andreas Schulte am 4. Juni.

Bei hoffentlich gutem Wetter soll auf der Wiese zwischen Kirche und Pfarrhaus gefeiert werden. Vorstand wünscht sich mehr Beteiligung Beate Vedder-Stute hat viele Informationen aus dieser fast einstündigen Gemeindeausschuss-Sitzung mitgenommen, die es nun gilt, den Gemeindemitgliedern zu vermitteln. 

Gerne wünscht sie sich für die nächste Versammlung am 3. April ab 19.30 Uhr eine größere Beteiligung: „Wir sind nichts Elitäres, sondern tagen öffentlich.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare