Vorschulkinder des Kindergartens Antonius gehen mit der Polizei spazieren

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Erst links gucken, dann rechts, dann wieder links – ist alles frei, darf die Straße überquert werden.

Garbeck - „Mit den Augen der Kinder den Straßenverkehr sehen“, appellierte Lothar Philipps, Verkehrsunfallprävention des Märkischen Kreises, am Montag an die Eltern der Vorschulkinder aus dem Städtischen Kindergarten Antonius Balve-Garbeck.

Diesmal sind es drei Kinder: Paul Ossenberg Engels (5), Tim Ludwig (6) und Efe Düven (5), die im kommenden Jahr in die Grundschule gehen werden. Sie alle gingen gemeinsam mit dem Polizisten durch Garbeck spazieren – und das sicher.

Wo mögliche Gefahrenquellen lauern

Erst wenn die Straße in alle Richtungen frei ist, wird sie überquert – vorsichtig wird in jede Einfahrt geblickt, ob dort ein Auto herausfährt: Lothar Philipps nahm die Kinder an die Hand und machte sie darauf aufmerksam, wo mögliche Gefahrenquellen lauern können.

Ihre Mütter wurden dabei vom Verkehrserzieher mit in die Pflicht genommen. Vor dem praktischen Teil hatten sie nämlich schon die Theorie absolviert. 24 Aspekte trugen sie zusammen, als gefragt wurde, was den Kindern im Straßenverkehr das Leben schwer mache.

Neben der eigenen Körpergröße kamen das Wetter, die Dunkelheit, ein Gefahrenunbewusstsein, das Einschätzen von Geschwindigkeit, aber auch Vorbild- und Fehlverhalten der Erwachsenen zusammen.

Das Verhalten im Straßenverkehr üben

Der Polizist stellte dar, dass die Eltern nur eine einzige Möglichkeit haben, selbst dazu beizutragen, das Risiko für ihre Kinder zu minimieren: „Üben sie selbst mit ihm das Verhalten im Straßenverkehr.“

Dabei sollten die Großen sich über die Schwierigkeiten der Kleinen bewusst werden, denn diese sind „keine kleinen Erwachsenen“.

Die weiteren Sicherheits-Faktoren, wie das vernünftige Autofahren der Anderen sowie der mit Ampeln, Gehwegen und Zebrastreifen sicher gemachten Verkehrsraum, liegen dagegen in anderen Verantwortungsbereichen.

Je fitter die Kinder sind, desto besser

„Ohne die Eltern geht es nicht“, betonte Philipps, der gerne auch Zwei- und Dreijährige erreichen möchte. Je fitter die Mädchen und Jungen für den Straßenverkehr seien, desto weniger könne ihnen passieren.

Wichtig ist ihm beim Üben vor allem eins: „Sehen Sie alles aus den Augen der Kinder, lassen Sie sich auf ihre Größe herab.“

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