Neues Konzept an der OGS Balve

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Balve - Für die Eltern der Kinder, die die Offene Ganztagsschule (OGS) St. Johannes besuchen, könnte sich ab dem 1. Oktober vieles ändern.

Die Stadt Balve will die Trägerschaft übernehmen. Das hätte nicht nur erheblichen Einfluss auf die Elternbeiträge, sondern auch auf das pädagogische Konzept und den Stellenplan der Verwaltung.

Die Mitglieder des Ausschusses Schule, Kultur, Soziales, Sport wollen sich im Rahmen ihrer Sitzung am kommenden Mittwoch (18 Uhr, Rathaus) mit diesem Thema beschäftigten. Hintergrund ist, dass im Vorstand des Trägervereins, der bisher für das OGS-Angebot zuständig war, einige Ämter nicht besetzt werden konnten (wir berichteten). Zudem bestehen Konflikte zwischen dem Trägerverein und der Schulleitung.

In der Verwaltungsvorlage für die Kommunalpolitiker heißt es: „Wichtig und erklärtes Ziel ist es, die Betreuung in der Grundschule in Balve aufrechtzuerhalten und qualifiziert weiter zu führen.“ Die OGS sei ein Aushängeschild für die Grundschule Balve; auch deshalb solle die Stadt dauerhaft die Aufgaben des Trägervereins übernehmen.

Elternbeiträge werden nach Einkommen gestaffelt

Bisher zahlen die Eltern aller OGS-Kinder einen monatlichen Beitrag in Höhe von 85 Euro. „Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts muss allerdings die Elternbeiträge einkommensabhängig gestalten“, heißt es in der Vorlage, die durch eine Beitragssatzung ergänzt wird.

Demnach sollen Eltern, deren Jahreseinkommen unter 17 000 Euro liegt, beitragsfrei bleiben. Wer mehr als 75 000 Euro jährlich verdient, zahlt den höchsten Monatsbeitrag: 180 Euro. Die weitere Staffelung: bis 25 000 Euro – 30 Euro; bis 37 500 – 60 Euro; bis 50 000 – 90 Euro; bis 62 500 – 120 Euro; bis 75 000 – 150 Euro.

Hinzu kommen die Kosten für das Mittagessen, die sich momentan auf 2,80 Euro täglich belaufen. Ob es bei diesem Betrag bleiben wird, ist unklar: Die Verwaltung ist derzeit auf der Suche nach einem Caterer und führt ein entsprechendes Ausschreibungsverfahren durch. Wer sein OGS-Kind in den Ferien betreuen lassen möchte, zahlt darüber hinaus demnächst pro Ferientag 6 Euro (andere Kinder: 9 Euro).

Eltern, die ihr Kind bis 13 Uhr betreuen lassen wollen, müssen künftig mit Kosten in Höhe von 45 Euro monatlich rechnen; bisher sind es 35 Euro. Im Rahmen dieses Angebotes sollen nach Möglichkeit ehrenamtliche Betreuer zum Einsatz kommen, schreibt die Verwaltung.

Vollzeitstelle für Sozialarbeiter soll geschaffen werden

Das vorhandene Personal der Ganztagsschule werde übernommen, allerdings solle es Umstrukturierungsmaßnahmen, bedingt durch ein neues pädagogisches Konzept geben. Für die Leitung der OGS soll eine Vollzeitstelle (Sozialarbeiter) geschaffen werden, zudem schlägt die Verwaltung vor, eine weitere Vollzeitstelle (Fachkraft Erzieher) in den Stellenplan aufzunehmen.

Diese Stellen würden laut Verwaltung jährlich mit Kosten in Höhe von knapp 100 000 Euro zu Buche schlagen, zusätzlich müsse mit Kosten für Aushilfskräfte in Höhe von 6000 Euro pro Jahr gerechnet werden. Folglich wären die Personalkosten im Vergleich zum heutigen Stand um circa 55 000 Euro höher, heißt es weiter. Darüber hinaus sei es künftig aus pädagogischer Sicht und aus zuwendungsrechtlichen Gründen sinnvoll, die Kinder der 13-Uhr-Betreuung räumlich von den OGS-Kindern zu trennen.

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