Viele Ideen beim Runden Tisch

Bürgermeister Hubertus Mühling (rechts) nahm Stellung zu den zahlreichen Vorschlägen. - Foto: Kolossa

BECKUM - Angebote für mehrere Generationen unter einem Dach, die Schaffung eines Dorfplatzes und einer -mitte sowie die Erhaltung von Schule und Kindergarten sowie die Verkehrsberuhigung auf der Arnsberger Straße (B229) – es gab viel Diskussionsbedarf beim Runden Tisch in Beckum. 45 Dorfbewohner nahmen daran teil.

Der Runde Tisch in Beckum wie auch die in der Stadt und den anderen Ortsteilen in den nächsten Tagen stattfindenden Foren sind Teil des Dorfentwicklungskonzeptes.

Zur Arnsberger Straße gab es viele Vorschläge: Überholverbot und vor allem Starenkästen wären ein Mittel, um dafür zu sorgen, dass so mancher den Fuß vom Gaspedal nimmt, wenn er durch Beckum fährt, zudem fließe dadurch Geld in die Stadtkasse.

Auf diese Bürgeranregungen entgegnete Bürgermeister Hubertus Mühling, dass Balve diesbezüglich im Gespräch mit dem Märkischen Kreis sei. „Die Verhandlungen sind nicht einfach, da es sich um eine Bundesstraße handelt“, sagte er dazu. „Es sind dicke Bretter zu bohren.“

Er erkannte die Notwendigkeit, „nicht nur dem Verkehr freie Bahn zu lassen“. Dazu gehöre auch die Entschärfung der Situation an der Bushaltestelle am „Saloon“. Der schmale Gehweg sei nicht nur für wartende Schulkinder eine Gefahr, auch mit einem Kinderwagen bleibe nicht viel Platz, wenn Lastwagen um die Kurve bögen.

Schön wäre ein Dorfmittelpunkt, der in der Nähe der Schule gestaltet werden könnte, so eine weitere Idee der Anwesenden. Zwar sei der Bedarf in den vergangenen 40 Jahren noch nicht vorhanden gewesen, doch möchte Beckum die Gemeinschaft in Zeiten von weniger jungen und mehr älteren Bewohnern stärker pflegen.

Eventuell passe ein Mehrgenerationenhaus ins Konzept, ein Haus, das sowohl altersgerecht, als auch für Familien gestaltet ist. Generationenübergreifend leben, das sei nicht mehr möglich, indem Kinder ans Haus der Eltern anbauten. Auch über eine Nutzung des Pfarrheims solle nachgedacht werden.

Ein weiterer Redner betonte: Die hohe Qualität von Schule und Kindergarten mache Beckum aus. Um diese auch angesichts der Geburtenzahlen von 2011 (67 Kinder) und 2012 (76) zu halten, sei einiges an Aufwand erforderlich. Bürgermeister Mühling beschrieb die Zukunft der drei Grundschulen im Balver Stadtgebiet so: „Die Verteilungskämpfe werden zunehmen.“

Horst Schönweitz vom Planungsbüro Pesch und Partner, dem Kooperationspartner der Stadt beim Thema Dorfentwicklung, ließ zu Protokoll nehmen, dass mehr Bauplätze für junge Familien ausgewiesen werden müssten. Außerdem sollten die Beckumer Institutionen für Eisborner und Mellener interessanter gestaltet werden, befand der Experte.

Dass nach dem Schützenfest die Bauarbeiten am Radweg in Richtung Sanssouci beginnen, teilte Mühling mit. Und auch in Sachen „schnelle Internetverbindung“ sei Balve auf einem guten Weg, würde doch von der Telekommunikationsgesellschaft, einem Konsortium aus allen Kreisen in Südwestfalen, eine Richtfunktechnik angeboten. Ab mindestens 20 teilnehmenden Haushalten wäre diese Einrichtung möglich. Informationen gebe es im Rathaus.

Von Julius Kolossa

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