Fast 1500 Stunden Dienst für die Löschgruppe

Andre Stracke, Christian Boike und Balves Wehrleiter Frank Busche bei der Jahresdienstbesprechung der Löschgruppe Volkringhausen. - Foto : Kolossa

VOLKRINGHAUSEN - Gut zu tun hatten die 24 Kameraden der Löschgruppe Volkringhausen: Zu 32 Einsätzen wurden sie im vergangenen Jahr gerufen (2012: 29), die Qualifizierten Ersthelfer mussten acht Mal ausrücken (15). Die Statistik präsentierte Stefan Eichhoff, Löschgruppenleiter, während der Jahresdienstbesprechung am Samstag: „Wir waren insgesamt 1486,75 Stunden im Dienst.“

Von Julius Kolossa

Unter anderem fünf Sturmschäden, zwei Verkehrsunfälle, drei Brände und ein Chemieunfall gehörten neben Brandsicherheitswachen, die 100 Stunden ausmachen, dazu. Sein Dank ging an alle Aktiven, vor allem aber die Qualifizierten Ersthelfer: „In den zwei Jahren ihres Bestehens hatten sie 23 Einsätze.“ Zehn bis 15 Minuten vor dem Eintreffen eines Rettungswagen seien die Männer bei lebensbedrohlichen Erkrankungen vor Ort: „Die Patienten profitieren von der Ausbildung; sie geben uns nach dem Einsatz nur positive Rückmeldungen.“ Bei vielen könnten die Heilungsaussichten verbessert werden, es gelte aber auch, tragische Einsätze zu verarbeiten. Honoriert wird die Arbeit vom Märkischen Kreis mit einer weiteren Verlängerung des Einsatzraums, seitens der Stadt Balve ist das Einsatzgebiet neben Beckum, Eisborn und Volkringhausen auch auf die Helle und Glärbach ausgeweitet worden.

„Die Wehrleitung will keine Löschgruppe schließen“, betonte Frank Busche, der im Rahmen seiner Tätigkeit als Balves Wehrleiter auch die Dienstbesprechung in Volkringhausen besuchte. „Löschgruppen haben bei Festzügen und kirchlichen Veranstaltungen kulturelle Verantwortung in den Dörfern – wir können uns eine Schließung nicht erlauben.“ Doch für den Löschzug 3, zu dem Beckum, Eisborn und Volkringhausen gehören, würde nach wie vor überlegt, ein zentrales Feuerwehrgerätehaus zu bauen: „Manche dieser Häuser haben keine zeitgemäße Ausstattung mehr, und dies in Zeiten, wo die Fahrzeuge immer größer werden.“ Hier stießen die bald neu anzuschaffenden Löschfahrzeuge dann bald wirklich an die Grenzen. In den kleineren Dörfern sei, so Frank Busche weiter, die Nachwuchsarbeit sehr gut: „Volkringhausen ist hier vorbildlich aufgestellt.“ Größere Ortsteile müssten mehr um junge Kameraden kämpfen.

In seinem Bericht lobte er auch den Einsatz der Qualifizierten Ersthelfer als beispielhaft. Er versprach, für einen Zuschuss der Stadt bei der Anschaffung neuer Jacken durch den Förderverein zu sorgen.

Und zu Ehren kam diesmal Christian Boike für 25 Jahre im aktiven Dienst, der das „Feuerwehrehrenzeichen in Silber“ beim Stadtverbandstag nicht entgegen nehmen konnte. Frank Busche übergab ihm am Samstag vor Ort die Auszeichnung.

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