Flüchtlingskrise ist auch Thema bei der Volkshochschule

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VHS-Verbandsversammlung im Balver Rathaus mit Holm Diekenbrock (VHS-Vorsitzender) und Achim Puhl (Geschäftsführer).

Balve - Die Flüchtlinge seien auch in der Volkshochschule angekommen“, sagte VHS-Geschäftsführer Achim Puhl während der Verbandsversammlung für die Städte Balve, Hemer und Menden am Montag im Balver Rathaus.

Seit eineinhalb Monaten werden Sprachkurse angeboten, 320 Stunden finanziert von der Bundesagentur für Arbeit, 640 Stunden vom Bundesamt für Migration. Für das nächste Jahr sieht Puhl angesichts der jetzt schon vorliegenden Wartelisten eine weitere Intensivierung dieses Angebots, weiß aber auch, dass es schwierig werden wird, die erforderlichen hochqualifizierten Lehrkräfte gewinnen zu können. Bis 2018 sieht er eine wachsende Zahl an Deutschkursen voraus. Auch wenn keine Möglichkeit bestünde, allen Flüchtlingen einen Kursplatz anzubieten, sei das Mindestziel der VHS doch, mit freien Kursen und in Kooperation mit den Kirchen, Grundsprachqualifikationen ermöglichen zu können.

Zur Zeit werden neben den Sprachmaßnahmen kommunal-übergreifende Kurse für Ehrenamtliche und sieben berufliche Weiterqualifizierungen angeboten. Finanziell werde sich der VHS-Verband wegen des hohen Kostendeckungsgrades bei insgesamt wachsenden Teilnehmer- und Kurszahlen auf einer guten Ebene weiter entwickeln. Genügend Geld sei für die Verwaltung vorhanden, nicht aber genügend Personal. Hier werde stets versucht, den Stellenplan so niedrig wie möglich zu halten. Um aber bei hoher Arbeitsbelastung flexibel reagieren zu können, wurde von der Versammlung einstimmig eine bedarfsorientierte Stundenerhöhung beschlossen.

Mit den Leitungen der Grundschulen und der weiterführenden Schulen soll ein runder Tisch stattfinden, um auf Anfrage des Balver Bürgermeistervertreters Michael Bathe über den Deutschunterricht für schulpflichtige Flüchtlingskinder zu beraten. Grundsätzlich steht der VHS-Geschäftsführer diesem Thema offen gegenüber, sieht aber Gesprächsbedarf in Logistik, Finanzierung und einigen Rahmenbedingungen, wie dem Einsatz von Dozenten.

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