Schloss, Reitstadion und Luisenhütte sollen besser vermarktet werden

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Die Luisenhütte in Wocklum.

Balve - „Zukunft braucht Herkunft, Herkunft braucht aber auch Zukunft“, sagte Ralf Groß-Holtick im Rahmen des 3. Unternehmer-Stammtisches am Mittwochabend im Schloss Wocklum. Im Blick hatte er dabei seinen Arbeitgeber, das Familienunternehmen von Landsberg-Velen.

Dieses möchte die Erholungs- und Freizeitschwerpunkte Reitstadion, Schloss und Luisenhütte bekannter machen. Diese zu vermarkten, ist ein Ziel des Unternehmens, sagte der Generalbevollmächtigte und Geschäftsführer Groß-Holtick, vor den rund 30 Teilnehmern im Schloss. Unter anderem Vermietung und Verpachtung von Wohngebäuden, die Vermietung ausgewählter Schlossräume für private und öffentliche Veranstaltungen, und auch die Nutzung des Stadions als Open-Air-Veranstaltungsort seien in der Planung.

Ganz knapp verpasst hat das Unternehmen, an dessen Spitze seit 2012 Jakob Reichsfreiherr von Landsberg-Velen steht, dagegen eine Serie mit dem XXL-Ostfriesen Chiropraktiker Tamme Hanken. Der auch als „Knochenbrecher“ in Norddeutschland bekannte „Tierflüsterer“ sollte in Wocklum eine Reihe von Sprechstunden für Besitzer von Vierbeinern abhalten: „Da waren wir leider um zwei Wochen bei der Terminvergabe zu spät.“

Ralf Groß-Holtick.

Zum Geschäftsbereich der Familie gehören außerdem die Verwaltung des Schlosses Wocklum, des Sportschlosses Velen, der Jugendburg Gemen und der Land- und Forstwirtschaft im Sauerland, im Münsterland und in Österreich. Neue Ideen trägt das Familienunternehmen auch an die Verwaltung der Hönnestadt heran, etwa die Anlage eines „Trostwaldes“. Anders als in den bisherigen „Friedwäldern“ mit jahrelangem Baumbestand, soll hier die Asche von Verstorbenen unter jungen Bäumen ihre letzte Ruhe finden.

Wie bei jedem Unternehmerstammtisch, der vom Stadtmarketing Balve veranstaltet wird, gab es auch diesmal einen Gastreferenten. Ralf Bigell, der mit seiner Firma Prohealth 24 sein Büro in der Sokola.de hat, stellte die Nutzen und Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements dar. Er führte auf, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen davon profitieren würden.

Jakob Reichsfreiherr von Landsberg-Velen.

Aktuelles aus der Politik gab es an diesem Abend von Bürgermeister Hubertus Mühling. Mittel für die Breitbandversorgung seien beantragt worden; die Zeichen stünden gut, dass diese auch ankommen würden. 50 Megabyte pro Sekunde stünden in dem Förderantrag für Balve, das sich als eine der am schlechtesten versorgten Stadt im Kreis große Hoffnung auf eine baldige Umsetzung machen könne. Viel investiert würde zudem in die Infrastruktur. Demnächst werde im Gewerbegebiet Braukessiepen der Endausbau vorangetrieben, Gestalt nähme der Radweg-Ausbau von Neuenrade nach Fröndenberg an. Förderungen für die im Dorfentwicklungskonzept vorgeschlagene Neugestaltung der Dorfplätze in Eisborn und Volkringhausen sowie den Balver Innenstadtbereich und den Umbau der alten Langenholthausener Grundschule seien gestellt worden.

Auch beim Unternehmer-Stammtisch war die Flüchtlingskrise ein Thema. Mühling stellte dar, dass wöchentlich zehn weitere Personen aufgenommen werden müssen, so dass ständig weitere Anstrengungen für die Suche nach Wohnraum unternommen werden. Der Bürgermeister lobte die sehr große Hilfsbereitschaft in der Hönnestadt und stellte dabei die Mitglieder des Bündnisses für Flüchtlinge besonders heraus.

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