Ulrike Knips ist die neue Museumsleiterin

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„Hier soll der Triceratops aufgestellt werden“, zeigt Ulrike Knips den Standort des neuen Exponates.

Balve -  Ein Schreibtisch und ein Drehstuhl waren die ersten Einrichtungsgegenstände im Büro der neuen Museumsleiterin Ulrike Knips, die am Montag ihr Büro bezogen hat.

„Wir haben zum ersten Mal eine Mitarbeiterin vor Ort“, freute sich Michael Bathe von der Stadt Balve, dass die Museumschefin ihren Arbeitsplatz in der Luisenhütte bezieht. Diese Entscheidung sei in Absprache mit dem Märkischen Kreis gefallen.

Die 43-jährige Ulrike Knips war eine von 26 Bewerbern für diese bundesweit ausgeschriebene Stelle. Berührungspunkte mit dem Museum hatte sie bei ihrem bisherigen Arbeitgeber in Neuenrade aus der Werbebranche. Dort war sie als Mediengestalterin tätig. Jetzt möchte Knips in Zusammenarbeit mit Museumspädagogin Bernadette Lange das Museum bekannter machen. „Für die Jugendlichen müssen Angebote geschaffen werden“, sieht Ulrike Knips viel Potential, das es auszuschöpfen gelte. Dazu gehöre auch, bei allen Balver Schulen vorzusprechen und Werbung für das Museum für Vor- und Frühgeschichte zu machen; ein Besuch sollte „Pflichtprogramm“ werden.

Vorstellbar sei, dass in Wocklum demnächst auch Kindergeburtstage gefeiert werden könnten, meinte Lange. Platz und Möglichkeiten gebe es mit dem Spielplatz „Kleine Luise“ und einer Stollenführung reichlich. „Es wird Zeit, dass wir das Museum nach der Winterpause aus dem Dornröschenschlaf erwecken“, will Bathe mehr Leben vor Ort. Das Ganze hätte Charme, betonte Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur und Tourismus, für den mehr Besucher begeistern werden müssten.

Vielleicht helfen dabei zwei neue „Gäste“, die im Mai einziehen sollen: Eine 1,55 Meter lange Nachbildung eines Staurikosaurus passt in die Nähe des Standorts, wo einst der Flugsaurier über den Besuchern schwebte. Nachdem diese Leihgabe wieder ins Naturkundemuseum Münster zurückkehren musste, hatte sich Michael Bathe auf die Suche nach Ersatz gemacht. Der neue Saurier mit einer Höhe von 60 Zentimetern und einer Breite von 33 Zentimetern macht sich gut an dieser Stelle – davon sind Bathe und Knips überzeugt.

Und in der Nähe des Mammutzahns bei der Medien-Ecke wird der Triceratops aufgestellt. 2,60 Meter lang ist dieser Koloss mit einer Höhe von 1,50 Meter.

Zum Saisonstart der Luisenhütte am 8. Mai sind die Saurier noch nicht vor Ort, bis dahin müssten noch Gespräche über diese Exponate geführt werden, die mit einem Gesamtwert von etwa 13 000 Euro versichert seien. Dennoch werde das Museum zur Eröffnung eine besondere Aktion bieten, unterstrich Knips. Bis dahin könne auch der Gemeinschaftsraum unterhalb des Museums genutzt werden.

Während vor ihrem Büro die Bagger am Bau eines Lagerraums für die bisher im Büro gelagerten Gegenstände arbeiten, beschäftigen sich die Verantwortlichen des Märkischen Kreises und der Stadt noch mit einem weiteren Problem: Die Qualität in der „Hüttenschänke“ entspricht nicht ihren Erwartungen. Detlef Krüger: „Es ist nicht einfach, für die Saison von Mai bis Oktober einen erfahrenen Gastronomen zu gewinnen. Dieser Zeitraum ist einfach zu kurz.“

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