40 Hauptschüler bekommen Abschlusszeugnisse / Feier mit Eltern und Lehrern

„Tüv-Plakette“ für den nächsten Lebensabschnitt

Die Schülersprecher Alessandro Fazio und Elizaveta Skriptsova bedankten sich im Namen aller Entlassschüler bei ihren Lehrern und Schulleiterin Ulrika Scholder.

Balve - „Danke, Leute, für eine unvergesslich gute Zeit“, bedankten sich Alessandro Fazio und Elizaveta Skriptsova bei den Lehrern der Hauptschule. Die beiden sprachen im Namen aller 40 Entlassschüler, die die vergangenen sechs Jahre an der Hauptschule verbracht haben.

„Sie haben großartige Arbeit geleistet, Frau Scholder“, wandten sich die Schülersprecher auch an die Schulleiterin. Diese nahm ebenso einen Blumenstrauß von den Schülern entgegen wie die Klassenlehrer Klaus Volmert und Thorsten Böcker und Schulsekretärin Angelika Lazer.

In Zusammenarbeit mit Rektorin Ulrika Scholder hatten die 40 Jugendlichen für ihren letzten Schultag eine Abschiedsfeier organisiert. Diese begann mit der ökumenischen Wort-Gottes-Feier in der St. Blasius-Kirche und wurde in der Aula fortgesetzt.

Begrüßt wurden die Schüler aus zwei Klassen von Ulrika Scholder als die „Hauptakteure“, bei denen diese Feier lange in guter Erinnerung bleiben möge. Wieder werde ein Jahrgang ins Leben entlassen, sagte sie und fügte hinzu, dass es ungewiss bleibe, wie lange dies noch möglich sei. Es gelte jedes Jahr aufs Neue zu bangen und zu hoffen, dass die Eingangsklassen gebildet werden können.

„Ich erkenne öffentlich die gute Arbeit der Hauptschule an“, sagte Bürgermeister Mühling dazu. Dass mehr als 50 Prozent eine Ausbildung beginnen und der Rest auf Berufskollegs gehen wird, sei ein ausgezeichnetes Ergebnis. Beste Schüler sind Alessandro und Ricardo Fazio, die jetzt ein Gymnasium besuchen. An alle Schüler wandte sich Hubertus Mühling in dieser Feierstunde: „Ihr habt nun mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung.“ Eine neue Lebensbahn liege vor ihnen, auf der sich jeder eigene Ziele suchen müsse. Dafür gab er ihnen mit, dass sie immer die richtigen Wege beschreiten mögen, egal, wie steinig sie auch seien.

Sein erstes Grußwort als Schulpflegschaftsvorsitzender sprach Ralf Schneider, der vor 30 Jahren aus der Hauptschule entlassen worden war. Viele Jahre hätten die Schüler an sich gearbeitet, sagte er. In dieser Zeit hätten sie sich persönlich entwickelt und sich auf die Zukunft vorbereitet. „Nach der Schule ist mitten im Leben“, sagte Schneider. Dieses Leben müsse mit Eigenverantwortung gelebt werden, ergänzte er.

In ihrer Rede, die das Programm mit musikalischen Einlagen, Sketch, Tanz und Diashow abrundete, verglich Schulleiterin Ulrika Scholder den zurückliegenden sechsjährigen Lebensweg mit Autobahnen, Landstraßen, Sackgassen, Schotter- oder Schlaglochpisten. „Ihr seid angekommen“, fasste sie zusammen.

Dabei hatten sie Eltern und Lehrer als Beifahrer: „In ihnen hattet ihr meistens rechtzeitige Pannenhelfer und rettende Engel, die euch wieder flott gemacht haben, wenn der Reifen platt oder die Batterie leer war.“ Mit dem Zeugnis werde sozusagen eine Tüv-Plakette überreicht, „die euch für den nächsten Abschnitt für tauglich erklärt.“

Aber solche Plaketten müssten nach einer gewissen Zeit durch die nächste Prüfung erneuert werden; im weiteren Leben der Schüler seien das die Gesellenprüfung oder weitere schulische Überprüfungen. „Ich wünsche euch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen, die euch in den letzten Jahren Pannen- und Stauhelfer, Beifahrer und Navigatoren waren, dass ihr immer unfallfrei, staufrei, auf dem richtigen Weg nach rechts und links sicher und gut dort ankommt, wo ihr hinwollt.“

Nach der Zeugnisausgabe feierten die Schüler mit ihren Eltern im Foyer des Schulzentrums.

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