Ferienspiele an Luisenhütte stoßen auf geringe Resonanz

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Im Rahmen der historischen Ferienspiele rund um die Luisenhütte in Wocklum erleben die Ferienkinder den Alltag im Zeitalter des Barocks hautnah.

Wocklum - „1748“ lautet das Motto des diesjährigen Ferienspiels rund um die Luisenhütte, das noch bis Freitag läuft. „Weniger Teilnehmer als in den Vorjahren trotz mehr Werbung“, so fasst die leitende Museumspädagogin Bernadette Lange die Beteiligung zusammen.

In diesem Jahr sind aber auch neue Ferienkinder dabei, die in der Jugendherberge am Sorpesee übernachten, oder aus Hamburg kommen und in Balve Urlaub machen. Insgesamt 40 Kinder von acht bis 14 Jahren nehmen an dieser Reise in die Vergangenheit, ins Zeitalters des Barocks teil, und dies entweder als Ledermacher, Schmied, Erzsucher oder Köhler.

Sie lernen, dass Holzkohle damals nicht aus dem Baumarkt kam, sondern mühevoll selbst hergestellt werden musste. Beginnend mit dem Zerkleinern von Holz war viel Handarbeit erforderlich. Köhler Gustav zeigte ihnen jeden Handgriff. Die Ledermacher schnitten Leder in Stücke und machten Säckchen daraus– aber auch Scheiden für die Messer, die in der Schmiede unter Schmied Heinrich hergestellt wurden. Und um die Transportwege so kurz wie möglich zu halten, wurde direkt daneben die Anfertigung der Messergriffe aus Holz vorgenommen.

Ein erfolgreicher Erzsucher zeigt gefundene Mineralien.

Am Stollen fand derweil die Erzsuche unter der Leitung von Igor aus Russland statt. Großer Lohn war ihm versprochen worden, so dass er sich für diesen Arbeitsort entschieden hatte. Und damit fingen am ersten Tag schon die Probleme an: Rentmeister Ellering genoss sein Essen fernab vom gemeinen Volk, seine Ruhe und vor allem seine Macht. Immer wieder versuchte er, die an ihn herangetragenen Anfragen herunterzuspielen. Geld spielte dabei ebenso eine Rolle wie die Menge und die Qualität des zu bearbeitenden Materials.

Am Freitag wird es für die Kinder richtig spannend, denn das Betreuerteam hat Intrigen der einzelnen Gewerke untereinander mit ins Programm aufgenommen. Hierbei gilt es, die eigenen Interessen in den zugewiesenen Rolle durchzusetzen.

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