Suche nach dem Vorsitzenden: Brief-Appell an alle Mitglieder

König Nils Vedder will bei der Renovierung des Flures in der Schützenhalle helfen.

Mellen -  Die St. Hubertus-Schützen sind jetzt schriftlich darüber informiert worden, dass bisher noch kein Kandidat gefunden wurde, der bereit wäre, den Vorsitz der Bruderschaft zu übernehmen. Während der Jahreshauptversammlung am Samstag, 13. Februar, steht die Wahl auf der Tagesordnung. Brudermeister Raimund Vedder-Stute hatte schon 2015 angekündigt, er würde den Vorsitz aus beruflichen Gründen abgeben.

Seitdem habe der Vorstand viele Gespräche geführt, wie Oberst Christian Rüth und Schriftführer Marco Voge am Montag erklärten: „Bis dato erfolglos.“ Die Wahrscheinlichkeit, im Rahmen der Jahreshauptversammlung einen Kandidaten präsentieren zu können, sei sehr gering. „Deshalb sollen unsere Mitglieder nach dem Brief in sich gehen,“ sagte Christian Rüth.

In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Unsere Vorstandsarbeit wird mittlerweile auf mehrere Schultern verteilt. Gerade der Posten des Vorsitzenden wird spürbar entlastet. Das heißt für Euch, ihr müsst ein Engagement im Vorstand unserer Bruderschaft nicht scheuen.“

Marco Voge erklärte, dass die Geschickte der Schützenbruderschaft von inzwischen 19 Personen in vier Bereichen geleitet würden: fünf sind es im geschäftsführenden Vorstand, fünf im Beirat, vier Offiziere und fünf Fähnriche. „Wir sind eine hochmotivierte Truppe. An erster Stelle steht bei uns das Miteinander,“ stellte der Schriftführer fest. Somit werde nicht nur das Schützenfest organisiert, sondern auch der Martinszug oder der Seniorentag am Leben erhalten.

Und da Raimund Vedder-Stute bereits nach seinem ersten Jahr im Amt festgestellt habe, dass er dieses aufgrund seiner beruflichen Belastung nicht auf Dauer ausüben könne, werde er im dritten Jahr seiner Amtszeit den Vorsitz abgeben. Er werde auch kein anderes Vorstandsamt annehmen: „Nein, ich ziehe mich komplett aus dem Vorstand zurück.“

Seine Vorstandskollegen bestätigen dem Brudermeister bisher großes Engagement: „Raimund hat noch eine Schüppe draufgelegt“, hat Marco Voge feststellt. Er wolle einen funktionierenden Vorstand hinterlassen, unterstreicht Vedder-Stute: „Und beim weiteren Umbau der Halle helfe ich samstags gerne mit.“

Seinen Nachfolger sieht er gut positioniert, stünden diesem doch drei ehemalige Vorsitzende zur Seite, die ihr Wissen gerne weitergeben würden. Neben Raimund Vedder-Stute sind dies Dirk Neuhaus und dessen Vorgänger Franz-Josef Griese – beide waren neun Jahre im Amt.

„Wir haben keinen Plan B“, sagt Christian Rüth mit Blick auf die Suche nach einem neuen Brudermeister. Es wäre das erste Mal in der Geschichte der 1832 gegründeten St. Hubertus-Schützenbruderschaft, dass kein Vorsitzender gefunden werde könnte. Der Vorstand richte sich auf lange Diskussionen während der Jahreshauptversammlung ein: „Wir hoffen, dass am Ende ein neuer Vorsitzender die Jahreshauptversammlung beschließen wird.“ Fest stehe aber bereits jetzt, dass die Schützen einen neuen Präses bekommen. Seinen Namen wollte Marco Voge im Vorfeld der Versammlung aber nicht verraten. Auf der Tagesordnung der Versammlung am 13. Februar steht auch die Sanierung des Flures bis zum Speiseraum. Der amtierende König und Königsoffizier, Nils Vedder, hat sich den Zustand des Raumes schon einmal genau angesehen. Er werde einer der ehrenamtlichen Helfer sein, die viel Zeit in den Umbau der Schützenhalle investieren wollen.

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