UWG stellt Idee zur Aufwertung der Region in Balve vor

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Die Fraktionsmitglieder der UWG trafen sich am Mittwoch mit Leader-Regionalmanagerin Annika Kabbert, hier im Hönnetal vor der Feldhofhöhle, um über eine Idee zu sprechen, die möglicherweise als Leader-Projekt finanziert werden könnte.

Balve/Binolen - „Das Hönnetal liegt im Bewusstsein unserer Region immer außen vor“, sagte Heinrich Stüeken für die UWG-Fraktion am Mittwoch. „Wir brauchen einen Leuchtturm, um die Bevölkerung auf die hier verborgenen Schönheiten aufmerksam zu machen.“

Deshalb machten sich die Fraktionsmitglieder mit Leader-Regionalmanagerin Annika Kabbert auf den Weg zu den Sieben Jungfrauen, um ihre „richtige Balver Idee“ vorzustellen: einen Aussichtsturm auf den Grundmauern des vor langer Zeit abgerissenen Forsthauses.

Stüeken wies auf die Vorteile hin, die mit eventuell ähnlichen Maßen des Eisborner Turms an dieser Stelle verbunden sein können. „Dem Betrachter erschließt sich von oben endlich der Blick über das Tal und den Uhufelsen.“ Deutlich werde dadurch der Schluchtcharakter. Andererseits könnten den Besuchern die biologische, industrielle und historische Komponente des Hönnetals mit weiteren Informationstafeln vermitteln werden.

Unter Naturschutz steht die Felsformation, bekannt als „Sieben Jungfrauen“, nach Angaben der UWG träfe dies aber nicht auf die Bäume davor zu. Diese schränken durch ihren in den Jahren zugelassen Bewuchs die Sicht auf die Felsen immer mehr ein. Auch in der „Felsglotze“ ist stetig mehr Grün zu sehen. Lorenz Schnadt, UWG-Fraktionsvorsitzender, hatte zu diesem Treffen mit der Regionalmanagerin eingeladen, die den Weg vom Bahnhof Binolen bis zum Ausblick auf die „Sieben Jungfrauen“ nicht scheute.

Bildung und Natur sollen verknüpft werden

Die Bäume vor den „Sieben Jungfrauen“ versperren nach Ansicht der UWG den Blick auf die Felsen.

Beeindruckt war die studierte Geografin von dem, was sich ihr links und rechts des Weges im Naturschutzgebiet bot. Auch die Felsen und das von der UWG angeregte Konzept, Bildung und Natur zu verknüpfen, stieß auf ihr Interesse. Heinrich Stüeken: „Je mehr wir informieren, desto mehr wird die Natur geschützt.“

Es war bestes Ausflugswetter, sodass die Politiker vor Ort die Idee von ihrer besten Seite präsentieren konnte. Annika Kabbert gewann dem Engagement grundsätzlich etwas Positives ab. Sie stellte ihren ersten Eindruck so dar: „Diese hier vorgestellten Konzepte sind spannend und auch passend.“ Über Leader würden auch dort, wenn denn alle Voraussetzungen stimmen und die Lokale Aktionsgruppe ihre Zustimmung geben würde, maximal 250 000 Euro aus dem Fördertopf fließen. Durchschnittlich betrage die Fördersumme um die 25 000 Euro. Es werden 65 Prozent der Summe bereit gestellt, der Rest muss anderweitig finanziert werden.

Feldhofhöhle sei ideal

Erstes Projekt, für das die Arbeiten bereits begonnen haben, ist der Generationentreffpunkt in Altenaffeln. Aber der Turm im Hönnetal war nur eine Idee – eine Brücke erschien der UWG doch dann zu viel Zukunftsmusik. Wenige Meter weiter nahmen sie die Feldhofhöhle ins Visier. Dort sah Lorenz Schnadt genügend Potenzial, die Höhle sichtbarer zu machen. Der Standort sei ideal dafür. „Eine nicht ganz unmögliche Idee“, fand Annika Kabbert, „aber wir müssen die Naturschutzbehörde sowohl beim Turm als auch bei der Höhle mit in die Gespräche einbeziehen.“

Zur Zeit stünden die Überlegungen erst ganz am Anfang, das Hönnetal touristisch mit Ankerpunkten zu erschließen. Projektträger sei in diesem Fall die Stadt Balve, teilte Schnadt mit. Bürgermeister Hubertus Mühling sei von seiner Fraktion schon informiert worden: „Wir von der UWG wollen nur hierzu anregen.“ Eine Partei selbst darf kein Projekt für Leader initiieren.

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