Murmke-Turnhalle bietet bald Platz für 50 Flüchtlinge

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Sport ist in der Murmke-Turnhalle nicht mehr möglich. Die Stadt möchte dort vorläufig 50 Flüchtlinge unterbringen und hat deshalb in den vergangenen zwei Wochen, Betten, Waschmaschine und Spinde aufgestellt.

Balve - Innerhalb von zwei Wochen wurde ganze Arbeit in der Murmke-Turnhalle geleistet. Sport ist dort nun nicht mehr möglich – die Halle ist jetzt ganz auf die Unterbringung von Flüchtlingen eingerichtet. Dort, wo sonst die Sportgeräte lagern, wurde eine Küche installiert und Waschmaschinen angeschlossen.

Zum Schutz des Turnhallenboden wurde USB-Platten verlegt. Darauf stehen Etagenbetten und Spinde; auch an einen Aufenthaltsraum wurde gedacht. Sogar Rauchmelder sind eingebaut. Für 50 Flüchtlinge ist dort Platz geschaffen worden; dabei konnte die Stadt bei den Umbauarbeiten auf die in den 1990er-Jahren getätigten Investitionen zurück greifen, wie Michael Bathe vor Ort berichtete: „Die Anschlüsse für die Küche sind bereits 1991 gelegt worden.“ Für ein Jahr war diese Turnhalle Unterkunft für Flüchtlinge aus dem Kosovo.

Alles sei vorbereitet für die neuen Mitbürger, die diese Unterkunft erst beziehen können, wenn die Genehmigung vom Märkischen Kreis für den „Nutzungsänderungsvertrag“ vorliegt, so Michael Bathe, der betonte, dass diese Formalität erforderlich sei, weil die Turnhalle in eine Unterkunft für Flüchtlinge umgewandelt wurde. Bathe weiter: „Wir wissen nicht, wie viele uns zugewiesen werden. Aber wir sind vorbereitet.“

Betroffen von dieser Situation sind die Sportvereine. Unter anderem der TTCV ist ein langjähriger Mieter in der „Murmke“. Allen Vereinen seien von der Stadt bereits Alternativvorschläge gemacht worden, der Sportunterricht der Grundschulen aus Balve und Beckum findet in die Realschulturnhalle und der Dreifachturnhalle statt, erklärte Bathe.

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