Entscheidung der Stadt Balve: Flüchtlinge müssen umziehen

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Nur noch bis kurz vor Weihnachten wohnen Flüchtlinge im ehemaligen Schwesternheim des St.-Marien-Hospitals.

Balve - Im ehemaligen Schwesternwohnheim des St.-Marien-Hospitals wird die Stadt Balve nur noch bis Jahresende Flüchtlinge unterbringen. Der Grund: Erforderliche Brandschutzmaßnahmen würden dort den Rahmen der Wirtschaftlichkeit sprengen.

Nach Prüfung der vom Märkischen Kreis vorgeschrieben Investitionen in die Brandprävention haben sich die Verantwortlichen gegen eine weitere Nutzung des im Jahr 1963 errichteten Gebäudes entschieden. „Wir haben dort bereits in den Brandschutz investieren müssen“, sagt Bürgermeistervertreter Michael Bathe. Nach einer Auflage des Kreises hat die Stadt eine Fluchttreppe installieren lassen. Doch die vorläufige Nutzungsgenehmigung der Kreisverwaltung schreibe bis 31. Dezember weitere Baumaßnahmen vor.

„Bis dahin müssten wir einen zweiten Fluchtweg bauen. Dieser würde die Stadt rund 20 000 Euro kosten. Da der Vermieter des Schwesternwohnheims, die Gesundheitscampus Sauerland GmbH & Co. KG, ab 30. Juni 2016 dort aber eine Tagespflegeeinrichtung betreiben möchte, lohnt sich für ein halbes Jahr die Investition nicht“, erklärt Bathe. Es sei zudem in und an dem Gebäude viel tun, um eine optimale Unterbringung zu gewährleisten. Unter anderem müssten Fensterscheiben und Dämmung erneuert werden. Dies würde weitere wirtschaftliche Mittel binden und wäre in der verbleibenden Zeit kaum zu realisieren. Deshalb habe die Stadt gemeinsam mit dem Betreiber die Konsequenz gezogen, zum Jahresende das Mietverhältnis zu beenden.

Bürgermeister Hubertus Mühling betonte, dass das ehemalige Schwesternwohnheim für die Unterbringung von Flüchtlingen durch seine Raumaufteilung sehr gut geeignet sei. Er bedankt sich für die Unterstützung durch den Campus und die gesamten Nachbarschaft. Laut Bathe sollen die rund 30 Frauen und Kinder in vier Wochen ausziehen. Eine neue Unterkunft stehe dann bereit: Derzeit laufen die Umbaumaßnahmen im ehemalige Waagen-Gebäude auf dem Gelände der Firma Stockmeier. Dort werden die Schutzsuchenden zukünftig wohnen.

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