Stockmeier-Gebäude: Die ersten Flüchtlinge ziehen ein

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Najeeb Alali aus Syrien und Mohammed Al Amin Rony aus Bangladesch gehören zu den ersten zehn Flüchtlingen, die von der Murmke-Turnhalle in das Stockmeier-Gebäude umgezogen sind.

Balve - 194 Flüchtlinge sind mittlerweile in Balve untergebracht. Diese Zahl reicht zwar noch nicht an die der 90er Jahre heran, als Hunderte vor dem Kosovo-Krieg in Balve Zuflucht fanden. Dennoch ist die Stadt froh, dass am Montag endlich die ersten Schutzsuchenden in das Gebäude der ehemaligen Firma Kruse ziehen konnten.

Mohammed Al Amin Rony aus Bangladesch hat am Montag endlich sein Zimmer im Stockmeier-Gebäude bezogen. In seiner Heimat hat er als Manager gearbeitet. In Balve wohnt er nun mit Najeeb Alali zusammen. Der Syrer hat als Lehrer für Arabisch, Kurdisch und Englisch gearbeitet. „Hier ist Frieden“, sagen die beiden, als sie ihre neue Unterkunft betreten. Beide gehören zu den ersten Männern, die aus der Murmke-Turnhalle in die Helle umziehen.

Der Bezugstermin war eigentlich schon für den 1. Oktober vorgesehen. Bis dahin hatte die Stadt Balve auch alle Umbau- und Neubauarbeiten beendet. „Mehr als 100 000 Euro sind dort investiert worden“, sagte dazu der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Michael Bathe. Unter anderem eine Feuertreppe und eine Brandmeldeanlage mussten angebaut und installiert werden.

Die Hausmeister Engelbert Lazer und Meinolf Knecht und Bürgermeistervertreter Michael Bathe vor dem Stockmeier-Gebäude.

Doch auf die bestellten Möbel, wie Betten und Schränke, mussten die Verantwortlichen warten. Der versprochene Liefertermin konnte wegen der bundesweit großen Nachfrage nicht eingehalten werden. Am Montag ging alles sehr schnell: Die Möbel wurden am Montag geliefert, und schon rollte der Transport. Hausmeister Meinolf Knecht fuhr mit einem Anhänger, beladen mit dem Hab und Gut der Flüchtlinge, zwischen Turnhalle und Stockmeier-Gebäude hin und her. Gerne packten sie mit an, als es hieß, die Betten aufzubauen und die Zimmer einzurichten. Ein Bett und einen Schrank hat jeder. Auf den Etagen sind Duschen und Kochmöglichkeiten. Im Erdgeschoss stehen Waschmaschinen. Die Aufenthaltsräume warten darauf, mit Leben gefüllt zu werden. Nach wie vor bestehe zudem die Option für das „Bündnis für Flüchtlinge“, hier Deutschunterricht anzubieten.

Insgesamt ist Michael Bathe zufrieden mit dem, was aus dem ehemaligen Verwaltungsgebäude gemacht wurde: „Jetzt haben wir eine gute, adäquate Unterbringung.“ Weitere Flüchtlinge aus der Turnhalle, die mit 46 Männern belegt ist, sollen folgen. „Diese Turnhalle bleibt als Unterkunft weiter bestehen“, sagte Michael Bathe fest. „Wir wissen nicht, mit wie vielen Zuweisungen wir noch zu rechnen haben, so dass uns mit der Murmke ein Puffer für alle Fälle bleibt.“ In der Helle ist Platz für 70 bis 80 Menschen. Aus diesem Grund sind auch die Unterkünfte in Garbeck und Beckum gebaut worden.

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