Mehr als eine Million Euro Sonderförderung für Balve

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Die Stadt Balve gehört zu den 147 Kommunen, die sich erfolgreich für eine Sonderförderung beim Ministerium für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung und Verkehr beworben haben.

Balve - Die Stadt Balve gehört zu den 147 Kommunen in NRW, die vom Land mit einer Sonderförderung bedacht werden. Insgesamt 1.058.400 Euro bekommt die Stadt an der Hönne.

Dieser Betrag soll eingesetzt werden für den Neubau einer Kindertagesstätte mit Integrationszentrum und Kulturbüro, das zukünftig gegenüber der Grundschule in Beckum entstehen soll. Mit diesem Projekt hatte sich Balve für die Sonderförderung beworben.

Der Aufruf des NRW-Ministeriums für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung und Verkehr startete am 14. Dezember. Insgesamt 72 Millionen Euro hatte das Ministerium für das neue Sonderförderungsprojekt „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ ausgeschrieben, für das sich innerhalb kürzester Zeit, laut Ministerium, fast jede zweite Kommune in NRW beworben hatte.

Die Ausführungen erwiesen sich, laut Bürgermeister Hubertus Mühling, hierbei als sehr schwierig, da zwischen der Ausschreibung und der Bewerbungsfrist – diese endete am 19. Februar – für die Kommunen nur einige Wochen lagen.

„In der Zeit mussten wir ein Konzept mit Hand und Fuß ausarbeiten. Man darf nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen harten Wettbewerb der Kommunen um die Sonderförderung gehandelt hat“, so das Stadtoberhaupt auf Anfrage unserer Zeitung. Die harte Arbeit unter Zeitdruck habe sich durch den Erfolg ausgezahlt; sehr hilfreich sei jedoch gewesen, dass die Verantwortlichen auf bereits bestehenden Vorplänen ihre Arbeit aufbauen konnten.

„Das war ein echtes Gemeinschaftsprojekt, an dem unter anderem die Ortsvorsteher, alle Parteien und auch die Schulen beteiligt waren. Alle haben an einem Strang gezogen, um die erfolgreiche Bewerbung möglich zu machen. Wir sind sehr glücklich, dass wir sowas, als verhältnismäßig kleine Stadt, erreicht haben“, sagte Mühling.

Neubau muss bis Ende 2018 fertig sein

Die Stadt hat nun, gemäß der Teilnahmevorgabe, bis Ende des Jahres 2018 Zeit, das Vorhaben umzusetzen. „Bis dahin muss der Gebäudekomplex auf dem rund 3000 Quadratmeter großem Areal gegenüber der Beckumer Grundschule stehen und in Betrieb gegangen sein.

"Wir planen nun in etwa mit einem Baubeginn im Jahr 2017, so dass bis zum Start des Kindergartenjahres 2018/19 alles bereit sein soll“, so Hubertus Mühling. Dann sollen nicht nur die neue Kindertagesstätte von den zusätzlichen Räumen profitieren, sondern auch die anliegende Grundschule und die heimischen Vereine.

So ist unter anderem geplant, dass die Bläserklasse des Beckumer Musikvereine dort neue Probemöglichkeiten nutzen kann und dass das Kulturbüro dazu genutzt werden soll, um in Sprachkursen den Flüchtlingen die deutsche Sprache beizubringen oder ihnen die heimischen Sitten und Gebräuche näher zu erläutern.

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