Balver Hauptschule: Verwaltung will Abriss ermöglichen

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Noch verfügen die Balver über ein Schulzentrum. Allerdings soll es nach und nach verkleinert werden.

Balve - „Nach dem Fazit des Schulentwicklungsplans Ende 2014 sollte eine erste Maßnahme sein, die Gemeinschaftshauptschule sukzessiv im Schulgebäude der Realschule unterzubringen, so dass das Gebäude der Hauptschule nicht mehr bewirtschaftet und optional abgerissen werden könnte.“

So heißt es in der Verwaltungsvorlage zur Schulentwicklungsplanung, mit der sich die Mitglieder des Ausschusses Schule, Kultur, Soziales, Sport am Mittwoch ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses beschäftigen werden. Weiter heißt es, dass mit den Leitern beider Schulen über den Unterricht im naturwissenschaftlichen Bereich (Sonderklassentrakt) der Realschule gesprochen werden soll.

Auch die eventuelle Beschulung der neuen Eingangsklasse der Gemeinschaftshauptschule in der Realschule soll Thema werden. Für durchführbar hält die Verwaltung das zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht. So sei die gemeinschaftliche Nutzung des naturwissenschaftlichen Bereichs aus Zeitgründen noch nicht möglich. „Auch die Bildung der Eingangsklasse der Hauptschule in den Räumen der Realschule hält die Schulleiterin der Gemeinschaftshauptschule aus pädagogischen Gründen für nicht angebracht“, heißt es in der Darstellung. In beiden Schulen würden Klassenräume benötigt – wegen des Differenzierungsunterrichts im Rahmen der Inklusion sowie für den Unterricht für die derzeit sieben Flüchtlingskinder in der Gemeinschaftshauptschule. Zudem werde noch mit weiteren Kindern gerechnet.

Erst im Februar, wenn neue Anmeldezahlen vorliegen, könne über freie Kapazitäten gesprochen werden. Erste Schritte für eine Annäherung der Schulen sollen aber erfolgen: „Um dennoch die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule sukzessiv in dem Gebäude der Realschule unterzubringen, werden in den nächsten Schulkonferenzen der beiden Schulen die Schulzeiten so angepasst, dass sie übereinstimmen.“

Gespräche mit Nachbarkommunen und Bezirksregierung

Nach den Herbstferien soll die obere Etage des Klassentraktes der Hauptschule geräumt werden, um Energie zu sparen. Die Fachräume müssen dann eine Etage nach unten verlegt werden. Und der Französischkursus der Volkshochschule werde nicht mehr in der Haupt- sondern in der Realschule stattfinden. Weiter soll geprüft werden, den naturwissenschaftlichen Unterricht nur noch im Sonderklassentrakt der Realschule durchzuführen. Abschließend heißt es: „Über die darüber hinausgehende Zukunft des Schulzentrums werden zurzeit Gespräche mit den Nachbarkommunen und der Bezirksregierung in Arnsberg geführt.“

Im Rahmen der Sitzung werden Vertreter des Bündnisses für Flüchtlinge und des De-Cent-Ladens zur aktuellen Situation der Flüchtlinge Stellung beziehen. Die Kommunalpolitiker werden sich zudem mit einem Antrag des Arbeitskreises Balver Stadtfest beschäftigen. Das Gremium bittet die Verwaltung für 2016 – dann soll das 25. Stadtfest gefeiert werden – um einen Jubiläumszuschuss. Statt der üblichen 7500 Euro, bittet der Arbeitskreis um weitere 15 000 Euro. Mit der Gesamtsumme von 22 500 Euro sollen unter anderem besondere Verlosungspreise, wie Reisen, finanziert werden. Zudem sollen für das Jubiläum diverse Musikkapellen und eine Laser-Show zum Abschluss gebucht werden.

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