Schützen trotzen der Hitze lächelnd und in Hemdsärmeln

Amtsobert Ferdi Schulte verlieh Holger Rose den Orden für hervorragende Verdienste.

Beckum - Auf ein „Schützenfest light“ einigte sich am Samstag der Vorstand der St.-Hubertus-Schützen, denn statt grüner Jacken waren während der Festzüge weiße Hemden zu sehen. Aufgrund der Hitze fiel die Entscheidung, auf die zwar kleidsame, aber viel zu warme Oberbekleidung für die Schützen und Musiker zu verzichten.

Im Rahmen der gegenseitig guten Nachbarschaft erklärten sich die qualifizierten Ersthelfer aus Volkringhausen bereit, das gesamte Schützenfest zur Seite zu stehen. Sie mussten bereits am Samstag einschreiten bei einigen Hitzegeschädigten, die aber nach kurzer Behandlung im Schatten und mit reichlich Flüssigkeit wieder auf die Beine kamen. Für alle Fälle stand die Beckumer Feuerwehr bereit, um eventuell mit dem Defibrillator Leben zu retten.

Der Große Zapfenstreich nach der Messfeier mit Vikar Wilhelm Grothe wurde vom traditionellen Veranstaltungsort auf dem Kirchplatz auf den schattigeren Platz vor der Schützenhalle verlegt. Intoniert wurde dieser vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Drolshagen und vom Spielmannszug Müschede.

Brudermeister Markus Baumeister dankte allen, die trotz Schwüle am Umzug von der Kirche bis zur Hönnetalhalle teilnahmen. Gedacht wurde am Ehrenmal der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege. Ortsvorsteherin Julia Jost kam die Rolle des Vogelbegleiters zu, denn sie zog den Wagen auf dem der Schützenaar „Madame Roussay“ transportiert wurde.

Auf eine heiße Nacht im Festzelt folgte gestern der Frühschoppen mit Ehrungen, wozu Brudermeister auch viele Gäste begrüßen konnte. Geehrt wurden: Helmut Schwabe (65 Jahre Mitglied), Günther Goeke, Alfons Grendel, Herbert König (60), Clemens Freiburg (50), Helmut Holland-Moritz, Wolfgang Hoth, Ewald Köhler, Willi Lindemann, Paul Thrän (40), Bernd Cordes, Rainer Freiburg, Felix Goeke, Alexander Grendel, Jens Hoppmann, Ferdinand Levermann, Frank Ocklenburg, Andreas Schulist, Mark Stadelhofer sowie Günter Truernit (25).

In die Ehrenabteilung verabschiedet wurde Friedbert Runig, der 15 Jahre als Offizier und zwölf Jahre als zweiter Brudermeister tätig war. Einen „Pickel“ hab es für fünf Offiziere: Jens Freiburg, Andreas Baumeister, Henryk Kutsche, Bernd Vogelsang und Burkhard Kuhn. Mit dem Orden des Sauerländer Schützenbundes für hervorragende Verdienste wurde Holger Rose ausgezeichnet.

Kreisgeschäftsführer Heinz Vogel und Amtsoberst Ferdi Schulte nahmen die Ehrung für den Schützenbruder vor, der 1992 in die Bruderschaft eintrat und sich 1995 als Königsoffizier zur Verfügung stellte, wie Heinz Vogel in seiner Laudatio ausführte. „Holger Rose erarbeitete sich durch sein Wesen und durch seine Bereitschaft immer höhere Verantwortung und Führungspositionen“, so Vogel weiter.

Im Jahr 2010 sei der Beckumer zum Adjutanten gewählt worden: „Der Familienvater von drei Kindern lässt es sich nicht nehmen, immer für die Bruderschaft tätig zu sein.“ Vogel merkte mit Blick auf das vergangene Jahr weiter an: „Holger könnte sicherlich einen neuen Versuch starten und König der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft werden.“ Ob der Geehrte heute allerdings Ernst macht, wird sich zeigen.

Den „Orden für besondere Verdienste“ erhielt Karsten Beckmann, den „Orden für Verdienste“ Christoph Finke und Jens Freiburg. Beide sind seit Jahren im Vorstand und als Offizier tätig.

Nach dem Frühschoppen – vom Musikverein Beckum begleitet – fand der Festzug als Höhepunkt des Schützenfest-Sonntags statt, an dem diesmal auch die St.-Hubertus-Schützen aus Volkringhausen mit ihrem Königspaar Daniel und Mareike Eichhoff samt Hofstaat teilnahmen. Für die Musik sorgten Drolshagener, Müscheder, Eisborner und Allendorfer. Neben dem noch amtierenden Beckumer Königspaar Stefan und Anja Hamer mit Gefolge, waren auch Jungschützenkönig Tobias Jönzen mit Kompanie und die Jüngsten, das Kinderkönigspaar Paul Kasper und Michelle Hallermann dabei.

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