„Ritter Rost“ übertrifft alle Erwartungen

Drache Koks (Lena Geister), Burgfräulein Bö (Celia Verlemann) und Ritter Rost (Nadine Schlebrowski) wollen Urlaub machen.

Balve - Das Familienmusical „Urlaub von Ritter Rost“, das noch elf Mal in der Balver Höhle aufgeführt wird, hat dem neuen Schirmherrn dieser Festspielreihe, Wolfgang Bosbach (CDU-Bundestagsabgeordneter), gut gefallen: „Alle meine Erwartungen sind übertroffen worden.“

Die mehr als zweistündige Veranstaltung, der neben Wolfgang Bosbach auch Dagmar Freitag (MdB-SPD), Inge Blask (Landtag-NRW, SPD) und Christina Kampmann (NRW-Familienministerin) als Ehrengäste beiwohnten, seien „wie im Fluge vergangen.“

Dem Festspielverein Balver Höhle bilanzierte er, ein tolles Ensemble aufgestellt zu haben, in dem jedem Einzelnen die Freude an der Rolle und der Aufführung anzumerken war. Dem CDU-Politiker wurde vor der Premiere die Schirmherrschaft von der Vorsitzenden Uta Baumeister übertragen, was für ihn „Ehre und Freude zugleich“ war. In Zeiten von Computerspielen und Filmen gehe nichts über Begegnungen mit Schauspielern – live und in Farbe. Dass dies in der Balver Höhle stattfand, war auch für ihn eine Premiere, denn in der Höhle sei er noch nicht gewesen.

Er war dabei, als Ritter Rost, Burgfräulein Bö und Drache Koks keine Lust auf die im Radio vorhergesagte Feuchtwasserfront „Nasser Heinrich“ mit sieben Wochen Regen hatten. Für Schmunzeln im Publikum sorgte das nach diesem Wetterbericht angespielte „Let the sunshine in“. Regisseurin Anke Lux gab nach der Vorstellung gut gelaunt zu: „Ja, das war meine Idee.“ Sonst aber hielt sie sich ans Textbuch, das Ritter Rost nach Schrottland in den Urlaub schickte. Doch auch dort regnet es, was Schrottlands Herrscher König Bleifuß veranlasst, dass der „schönste, klügste und stärkste Ritter“ das schlechte Wetter besiegen soll. Ritter Rost kommt diese Aufgabe zu, während die eigentliche Arbeit von Burgfräulein und Drachen übernommen wurde.

Die Zuschauer waren zum großen Teil erfahrene Fans von Ritter Rost, bekamen einen Zeppelin geboten und anstelle großer Kulissen ein Bühnenbild, bei dem auf Technik gesetzt wurde. Kleinere Steuerungsfehler des Luftschiffs und des Computers werden von der Technikabteilung des Festspielvereine behoben, sodass bei der nächsten Vorführung am heutigen Montag alles perfekt sein soll. Die Premierenbesucher nahmen die Pannen aber mit Humor. Und auf dem Höhlenvorplatz war auch die Autogrammstunde der Darsteller stark gefragt.

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