Festspielverein Balve schöpft für neue Musicals aus dem Vollen

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Die Verantwortlichen des Balver Festspielvereins um Dieter Baumeister (Festspielchor), Uta Baumeister (Vorsitzende), Anke Lux (Regie), und Michael Wiehagen (Musik-Regie) stellen ihre neuen Musicals vor.

Balve - Der Festspielverein Balver Höhle kann aus dem Vollen schöpfen: Über 80 Schauspiel-kandidaten nahmen am Montag an der Vorstellung der neuen Musicals für das kommende Jahr in der Aula der Realschule Balve teil.

„Den Drachen Koks möchte ich gerne spielen“ – der zehnjährige Tim Neuhaus weiß genau, wen er in dem Kindermusical „Ritter Rost macht Urlaub“ darstellen möchte. Seinem Freund Lennart Heinemann ist die Rolle egal. Er will nur dabei sein. Doch welche Rolle sie im Stück in 2016 spielen werden, das entscheidet Regisseurin Anke Lux mit dem Vorstand. Gute Voraussetzungen für eine Besetzung bringen die beiden Jungs mit. Sie haben schon in Musicals in der Höhle mitgemacht. Tim spielte in „Die Schöne und das Biest“ einen Wolf und auch schon einen Dorfbewohner. Lennart war ein Panther im „König der Löwen“ und ein Wolf im „Dschungelbuch“.

Dass die Informationsveranstaltung des Festspielvereins diesmal nicht im Foyer, sondern in der Aula des Schulzentrums stattfand, erwies sich angesichts der vielen Teilnehmer als gute Entscheidung. Die Vorsitzende des Festspielvereins, Uta Baumeister: „Mit einer solch großen Beteiligung haben wir nicht gerechnet.“ Jeder Teilnehmer wollte eine der Rollen – ergattern – entweder als Hauptdarsteller oder in der Masse. „Ritter Rost hat reizende Figuren“, erklärte Anke Lux. „Hier kann man wild, schräg oder verrückt sein.“ Allerdings: Singen und Tanzen müssen alle können. Zwölf Lieder gehören dazu, für deren Umsetzung wieder Musikregisseur Michael Wiehagen verantwortlich ist.

Großes Interesse am Musical "Hair"

Ebenso groß war das Interesse an „Hair“, dem Kult-Musical aus den 60er Jahren mit Ohrwürmern wie „Let the Sunshine in“, „Aquarius“ und „Hare Krishna“. Gesanglich werden an die Akteure besondere Anforderungen gestellt, denn die 24 für die Aufführungen ausgesuchten Lieder mit Elementen von Blues, Rock und auch Soul sind mal gefühlvoll, mal temporeich. Die großen Szenen werden zusammen mit dem Festspielchor aufgeführt.

„Wir wollen aber nicht nur eine Retroshow aufführen, sondern das Stück so darstellen, dass wir uns heute damit identifizieren können“, so das Ziel von Anke Lux. Das in „Hair“ beschriebene Leben der Hauptperson Claude vor dem Hintergrund des Vietnam-Kriegs mit Tollen, Petticoats und Rock ‘n’ Roll soll in die heutige Zeit übertragen werden. Auch für dieses Stück standen die Kandidaten an, um sich in die Besetzungslisten eintragen zu können. Bei den Aufführungen werden auch Flüchtlinge aus Balve auf der Bühne stehen. Die Veranstalter haben sie zum Mitwirken eingeladen.

Viel Arbeit vor der Premiere

Weder beim Kinder-, noch beim Erwachsenenstück schreckt der Arbeitsaufwand die Laiendarsteller ab. Mindestens zwei Mal in der Woche muss geprobt werden. Für die Musicals finden ein Theaterworkshop am 20. und 21. Februar sowie ein Stimmbildungskursus (12. März) statt.

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