Realschule integriert Hauptschul-Bildungsgang

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Rund 100 Eltern waren in die Aula der Realschule gekommen, um mehr über den Zusammenschluss zu erfahren.

Balve - Etwa 100 Eltern, deren Kinder im kommenden Jahr nach der 4. Klasse eine weiterführende Schule besuchen werden, nahmen am Dienstag an der Informationsveranstaltung teil, in der die Realschule für sich mit dem neuen Hauptschul-Bildungsgang warb.

Neugierig waren die Erziehungsberechtigten darauf, was die Realschule für ein Konzept mit Schülern entwickelt hat, denen eine Hauptschul-Empfehlung seitens ihrer Grundschule mit auf den Weg gegeben wurde. Denn an einem solchen Programm wurde seit einigen Monaten gearbeitet, steht doch die Balver Schullandschaft vor einem Umbruch: 

Die Hauptschule kämpft seit Jahren mit sinkenden Anmeldezahlen, so dass die Stadt als Schulträger entschied, ab dem kommenden Schuljahr keine neuen Fünftklässler mehr aufzunehmen und die Hauptschule in fünf Jahren auslaufen zu lassen. Die Realschule wird künftig all die Mädchen und Jungen aufnehmen, die sonst bei ihrem Nachbarn angemeldet worden wären. 

Langes gemeinsames Lernen

Schulleiterin Nina Fröhling erläuterte, dass kurze Wege damit ermöglicht würden sowie langes gemeinsames Lernen in kleinen Klassen mit 20 Schülern und eine hohe Durchlässigkeit in den Bildungsniveaus bis Klasse 8. Bis dahin ist noch ein Wechsel in den Bildungsgang der Real- oder Hauptschule möglich. Ab dann laufen die Vorbereitungen auf die Abschlüsse nach Klasse 9 und 10 – und diese unverändert als Hauptschulabschluss, Realschulabschluss und Realschulabschluss mit Qualifikationsvermerk.

„Wir konnten noch nie so gut auf die starken Schüler eingehen, wie jetzt“, stellte Fröhling fest. Es gelte aber ebenfalls: „Wir werden intensiv mit den Schwächeren arbeiten.“ Wer nach welchem Niveau unterrichtet wird, werde nach außen hin nicht deutlich gemacht – vielmehr bleiben auch nach der Erprobungsstufe in den Klassen 5 und 6 alle Schüler weiterhin zusammen im Klassenverband. Sie erhalten lediglich unterschiedliche Lernmaterialien.

Angebot nur für Schüler aus Balve

Dieses Angebot gelte nur für die Balver Kinder, betonte die Schulleiterin. Es würden keine Hauptschüler aus den Nachbarkommunen aufgenommen. Nina Fröhling blickt zuversichtlich in die Zukunft ihrer Schule, hofft sie doch, mit dem Konzept das optimale System entwickelt zu haben, das allen Kindern gerecht werde. Und wenn es doch irgendwo nicht funktioniert, dann werde es bei Bedarf geändert. 

Vom Bürgermeister wurde auf die von der Stadt getätigten Investitionen in die Gebäude-Infrastruktur und die Computer-Technik in den Klassenräumen hingewiesen. „Die Lernvoraussetzungen sind hier sehr gut“, sagte er und hob sie als weiteren Pluspunkt hervor. 

Die Städtische Realschule stellt sich allen Interessierten beim Tag der offenen Tür am 21. Januar vor. Ab Ende Februar bis Anfang März laufen die Anmeldeverfahren für die 97 Viertklässler.

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