Planung für Mellener Aussichtsplattform vorgestellt

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Zahlreiche Mellener waren zur Dorfversammlung gekommen, um sich über weitere Planungen zu informieren.

Mellen - Zwei Mal drei Meter groß soll die Mellener Aussichtsplattform werden.

Und wer die Treppe nach oben erklommen hat, der wird demnächst 2,50 Meter über dem Erdboden stehen. Auf diese Maße einigten sich die Teilnehmer der zweiten Dorfversammlung am Dienstag.

Ortsvorsteher Marco Voge stellte die mit Zimmerermeister Vinzenz Schulte erstellten Planungen zur Diskussion und Abstimmung. Baurechtlich müssten noch einige Fragen geklärt werden. Zudem stünden noch Gespräche mit der Familie Landsberg-Velen an – den Eigentümern des Geländes, auf dem gebaut werden soll.

Marco Voge lud dennoch schon jetzt alle Mellener ein, sich an den Arbeiten zu beteiligen. Zu tun gibt es genug: Fundamente müssen erstellt werden und das Douglasien- oder Lärchenholz benötige einen Anstrich. Diese Leistungen müssen in Eigenleistung, so die Vorgabe der Stadtverwaltung, erbracht werden. Im Gegenzug hatte der Rat beschlossen, 4500 Euro für die Finanzierung des Projektes zur Verfügung zu stellen. Marco Voge sagte: „Wir liegen unter dieser Vorgabe.“

Eine weitere Baustelle soll der Spielplatz werden. Diesbezüglich stünden noch Antworten auf rechtliche Fragen an die Verwaltung aus, berichtete der Ortsvorsteher. Inzwischen sei der Sandkasten – das „Katzenklo“ – bereits verschwunden. Der Kletterturm und eine Wippe, die bisher auf dem Spielplatz an der Luisenhütte zu finden waren, würden in Mellen aufgebaut. „Zwei Spielgeräte sollen in den Homertpark verlagert werden“, erklärte Voge. Nach Schützenfest solle der Dorfplatz, unter anderem mit einem Barfußpfad, neu gestaltet werden. Außerdem will Christian Bücker mit den Kindern und Jugendlichen ein Insektenhotel bauen.

Apropos Jugend: Die Angebote des Jugendtreffs Coolhouse kommen bei den Jugendlichen in Mellen gut an. Ansprechpartnerin ist Eva Rüth. Sie wies auf verschiedene Aktionen hin; beispielsweise einen Ausflug zum Klettern in den Wildwald Voßwinkel am 27. Juni.

Dass Mellen jetzt auch einen Defibrillator für die Herz-Lungen-Wiederbelebung vorweisen kann, sei dem Förderverein der Feuerwehr zu verdanken. Das Gerät wird unter anderem durch die Einnahmen aus der Holzversteigerung – 500 Euro – finanziert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 2200 Euro, hieß es.

Jürgen Meller, Wanderwegewart der Stadt Balve und zweiter Vorsitzender der SGV-Abteilung Balve, stellte die beiden neuen Rund-Wanderwege vor: Der M1 „Um den Boberg“ ist 4,3 Kilometer lang und könne in etwa einer Stunde bewältigt werden; der M2, die „Rundwanderung zur Sauerland-Waldroute“. ist fünf Kilometer lang. Wanderer seien etwa eineinhalb Stunden unterwegs. Beide Wege, die noch mit Wandertafeln von der Stadt gekennzeichnet würden, sollen am Samstag, 13. Juni, um 14 Uhr auf dem Dorfplatz eröffnet werden.

Abgerundet wurde dieser Abend mit einem Vortrag zum Projekt der Südwestfalen-Agentur „Dorf ist Energie(klug)“ von Lars Ole Daub. Gefördert vom NRW-Umweltministerium, werden fünf Dörfer auf ihrem Weg begleitet, sich für den Klimaschutz einzusetzen, dabei ehrenamtliches Engagement zu nutzen und die Dorfgemeinschaft zu unterstützen. Zurzeit befinden sich sechs Dörfer in „Ideenwerkstätten“, darunter auch Langenholthausen mit der Sokola.de. Sollte Mellen sein Schwerpunktthema finden, stünde dem Golddorf dafür eine Beratung zur Seite.

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